Die UEFA hat nach dem Eklat im Champions-League-Playoff zwischen Benfica und Real Madrid reagiert: Gianluca Prestianni wurde am Montag vorläufig für eine Europacup-Partie gesperrt. Der Argentinier fehlt damit im Rückspiel am Mittwoch in Madrid beim Klub von ÖFB-Teamkapitän David Alaba. Gleichzeitig betonte der europäische Verband, dass die Ermittlungen noch laufen.
Auslöser der Causa war das Hinspiel in Lissabon. Vinicius Junior hatte Real in der 50. Minute mit einem sehenswerten Treffer zum 1:0-Auswärtssieg geschossen. Kurz nach seinem Tor kam es zu einem hitzigen Wortwechsel mit Prestianni. TV-Bilder zeigen, wie sich der Benfica-Spieler beim Sprechen das Trikot vor den Mund hält. Wenige Augenblicke später lief Vinicius sichtlich aufgebracht zum Schiedsrichter Francois Letexier, das Spiel wurde für rund zehn Minuten unterbrochen.
Der Brasilianer gab anschließend an, rassistisch beleidigt worden zu sein. Seine Mitspieler verließen zwischenzeitlich geschlossen das Spielfeld, auch zwischen den Akteuren beider Teams kam es zu Tumulten. Prestianni bestreitet den Vorwurf.
Nach der Partie wollten mehrere Real-Protagonisten nicht ins Detail gehen. Trainer Alvaro Arbeloa sagte auf Nachfrage: "Das müssen Sie Prestianni fragen, was er zu Vinicius gesagt hat!" Und ergänzte auf die Frage, was ihm sein Spieler geschildert habe: "Fragen Sie Prestianni!"
Real gewann das Hinspiel 1:0, sportlich rückte das Ergebnis allerdings in den Hintergrund. Nun beschäftigt der Vorfall die UEFA-Disziplinarkommission – mit einer ersten, vorläufigen Konsequenz für Prestianni.
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