Linz AG verstärkt Sicherheitspersonal in Parkbad

Im Linzer Parkbad kam es am Montag zu Übergriffen auf zwei Mädchen.
Im Linzer Parkbad kam es am Montag zu Übergriffen auf zwei Mädchen.Linz AG
Zwei Mädchen wurden im Linzer Parkbad von Burschen begrapscht. Nun stockt die Linz AG Bäder das Sicherheitspersonal noch einmal auf.

Die Linz AG Bäder reagierte Dienstagnachmittag mit einer schriftlichen Aussendung per Mail auf den Vorfall vom Vortag, schreibt: "Die Linz AG bedauert den gestrigen Vorfall im Parkbad, bei dem zwei Mädchen belästigt wurden. Danke an die couragierten Mädchen und an die Bademeisterei für ihr richtiges Einschreiten".

Das Linz AG-Bäderpersonal werde bereits seit 1. Juli durch zusätzliches Sicherheitspersonal unterstützt. Im Linzer Parkbad sind seit Anfang Juli neben den Bademeistern auch zwei Sicherheitsfachleute in Uniform unterwegs. Aus gegebenen Anlass werde man ab Mittwoch 7. Juli die Zahl der Sicherheitsleute noch einmal verdoppeln. Dann seien neben dem geschulten Bäderpersonal vier Sicherheitsfachleute in Unform im Einsatz, so der Bäderbetreiber.

Bademeister und Sicherheitspersonal stehen den Badegästen auch als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Bedarfsfall werde die Polizei hinzugezogen, wie es heißt.

Forderungen der Politik

Auch Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FP) meldete sich Dienstagvormittag zu Wort, forderte die Linz AG auf für mehr Sicherheit in den Bädern zu sorgen. "Ich ersuche die Linz AG eindringlich, weiteren Straftaten vorzubeugen und ab sofort einen uniformierten Sicherheitsdienst in den Bädern patrouillieren zu lassen". Die Bademeister hätten mit der Aufsicht der Schwimmbecken bereits genug zu tun, deshalb brauche es eigenes Sicherheitspersonal. "Freibäder müssen für Familien ein Ort der Entspannung und Sicherheit sein", so Raml.

Vize-Bürgermeister Bernhard Baier (VP) sprach sich ebenfalls für "dringenden Handlungsbedarf" aus, brachte die Awareness-Kampagne "No Go" seiner Partei-Kollegin und LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (VP) ins Spiel. Die Linzer Bäder sollen sich daran beteiligen. "Mit der Kampagne wird ein starkes Zeichen gegen sexuelle Belästigung gesetzt". Mitarbeiter werden geschult, wie sie damit umgehen, wenn sich jemand hilfesuchen an sie wendet. "Zum Schutz der Gäste und des Unternehmens braucht es sofortige Maßnahmen", so Baier. 

Hintergrund der Reaktionen

Im Parkbad in Linz waren Montagnachmittag zwei 13-jährige Mädchen von zwei bislang noch unbekannten Burschen (zwischen 11 und 14 Jahre alt) sexuell belästigt worden. Konkret sollen die Teenies den Mädchen an den Hintern gegriffen haben. 

Selbst als die 13-Jährigen den Liegeplatz wechselten und später auch ins Wasser gingen, folgten ihnen die beiden Burschen und es kam erneut zu Übergriffen.

Der Bademeister beobachtete das Ganze und verständigte die Polizei. Als die Burschen das Bad verließen, soll er Fotos von den beiden gemacht haben. Die Polizei ermittelt seitdem. Wir berichteten.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account cru Time| Akt:
PolitikSicherheitBadenLinzSexuelle BelästigungPolizei

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen