Linzer "Spiderman" verübte 44 Einbrüche

Der 28-jährige Linzer kletterte für seine Einbrüche auf hochgelegene Flachdächer. (Symbolfoto).
Der 28-jährige Linzer kletterte für seine Einbrüche auf hochgelegene Flachdächer. (Symbolfoto).iStock
Die Polizei konnte einen Serieneinbrecher stellen. Der 28-jährige Linzer hatte über drei Monate hinweg in Linz und Umgebung Bargeld und elektronische Geräte gestohlen. Wie er das anstellte, überraschte selbst das Kriminalreferat.

"Sowas hab ich all die Jahre überhaupt noch nie erlebt, das ist rekordverdächtig", so Franz Siegl vom Kriminalreferat Linz gegenüber "Heute". Rekordverdächtig ist der 28-Jährige nicht nur, weil die Anzahl der Diebstähle in so kurzer Zeit ungewöhnlich ist, sondern auch aufgrund der Art und Weise wie er die Einbrüche und Diebstähle geschafft hat.  

Auf über zehn Meter hohe Dächer geklettert

Der Linzer war auf hochgelegene Flachdächer geklettert, hat dabei zum Teil sein Leben riskiert. "Da waren Häuser dabei, da musste er über 10 Meter hoch auf das Flachdach klettern. Das ist Wahnsinn! Dass er das geschafft hat, ohne sich nicht massiv zu verletzten ist eigentlich ein Wunder", so Siegl. 

Über Dachrinnen und Mülltonnen war der "Spiderman" auf Fensterbretter und von dort auf Mauervorsprünge und weiter auf die Dächer geklettert. Bei seinen Einbrüchen ging er extrem brutal vor. "Auch das habe ich so noch nie gesehen: mit Äxten, Brecheisen und sogar einem Vorschlaghammer hat er die Tatorte massiv bearbeitet und eine Spur der Verwüstung hinterlassen", sagt Siegl.

Auch Ski-Pässe für Firmenausflug erbeutet

Bei der massiven Gewalteinwirkung soll auch seine Brille öfters gelitten haben, Teile davon hinterließ er am Tatort. So wusste die Polizei auch, dass sie nach einem Brillenträger suchen muss. 

Auf seinen insgesamt 44 (!) Beutezügen durch Linz (vor allem im Linzer Hafengebiet) und Umgebung hat der 28-Jährige Laptops, Handys und Bargeld erbeutet. Abgesehen hatte er es insbesondere auf Firmen- bzw. Büroräumlichkeiten, Lokale, Sportanlagen und Vereinsobjekte. Darunter war übrigens auch der Diebstahl von Ski-Pässen für den Betriebsausflug einer Trauner Firma. Wir berichteten. Der verursachte Gesamtschaden: mindestens 150.000 Euro.

Beute in Drogen investiert

Bis zu seinem 28. Lebensjahr soll der junge Linzer unauffällig gewesen sein, dann war er offenbar auf die falsche Bahn geraten. Seine Diebesgüter, wie etwa Handys, soll er so etwa gegen Drogen eingetauscht haben. Und genau solch ein Handy hatte neben einer Vielzahl an gesammelten Spuren von den Tatorten mit auch auf seine Spur geführt - ein Dealer soll ihn an die Polizei verraten haben. 

Der 28-Jährige zeigt sich mittlerweile zu allen Einbrüchen geständig und ist in Untersuchungshaft.

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