Die Austria startet mit einem ungefährdeten, aber glanzlosen Sieg in die Europacup-Saison. Die Wiener setzten sich am Donnerstag in Lettland gegen FK Liepaja mit 2:0 durch. Florian Wustinger (31.) und Moritz Wels (55.) brachten die "Veilchen" auf Aufstiegskurs.
Die Matchwinner sind Sommer-Verstärkungen, die eigentlich schon lange Teil des Klubs sind. Wustinger kehrte erst jüngst nach seinem zweiten Kreuzbandriss in den Kader zurück und glänzte nun in der Startelf. Wels war letzte Saison an Wattens verliehen. Am Donnerstag traf er als "Joker".
Für die Wiener ist es bis in die Gruppenphase der Conference League noch ein weiter Weg. Die Wiener steigen in der zweiten Qualifikations-Runde ein – vier gilt es insgesamt zu überstehen. Der Grundstein ist gelegt, die dritte Qualirunde mit dem Hinspiel-Sieg zum Greifen nah. Das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag in Wien.
Die Austria startete unter Trainer Stephan Helm mit zwei Neuzugängen in der Dreier-Abwehrkette: Jonas Feddersen links, Ibrahim Buhari rechts. In der Mitte sollte Kang-hee Lee bereits zur Pause für den noch nicht gänzlich fitten Aleks Dragovic weichen. Warum? Speziell im ersten Durchgang spießte es sich im Spielaufbau.
Die Wiener gingen als Favorit ins Duell, ließen auf dem Ausweichplatz häufig die letzte Präzision vermissen. Für den Dosenöffner sorgte passenderweise eine Standardsituation. Kapitän Manfred Fischer legte einen indirekten Freistoß im gegnerischen Sechzehner zurück auf Wustinger. Der technisch beschlagene Mittelfeldmann knallte den Ball nach einer Körperdrehung ins kurze Eck.
Nach dem Seitenwechsel strahlten die Gäste auch dank Dragovic mehr Kontrolle aus und wurden in der 55. Minute durch den Treffer des zuvor eingewechselten Wels belohnt. Stürmer-Neuzugang Julian Hettwer sorgte bei der Pflichtspiel-Premiere beinahe für den zweiten "Joker"-Treffer der Austria – Matteo Schablas blockte nach einem Missverständnis den Abschluss des Mitspielers aus kürzester Distanz.
Mehr folgt.