Das Hinspiel bei den Franzosen bot große Namen, ein attraktives Spiel – aber über 90 Minuten keine Tore. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit gelang Mbappe das erlösende 1:0 für Paris. David Alaba muss im Rückspiel am 9. März das Ruder herumreißen, um in das Champions-League-Viertelfinale einzuziehen.
Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, hätten sich eine frühere Führung verdient. Dass das nicht passierte, lag unter anderem an einem Elfer-Patzer von Lionel Messi. Der Superstar der Franzosen trat in der 62. Minute zum Strafstoß an, zuvor hatte Carvajal Gegenspieler Mbappe im Strafraum zu Fall gebracht. Messi übernahm die Verantwortung – und verschoss.
Zuvor versuchte es Paris mit wuchtigen Schüssen aus mittlerer oder großer Distanz. Di Maria (5.) schoss aus sieben Metern über das Tor, Mbappe (50.) fand seinen Meister in Goalie Courtois. Neymar (87.) scheiterte fast an der Grundlinie mit einem Heber-Versuch.
Real hatte alle Mühe, sich gegen den Druck von Paris zu wehren, wurde dadurch selbst kaum gefährlich. Ein Casemiro-Kopfball (45.+1) nach einer Ecke ging deutlich am Tor vorbei, ein Distanzschuss von Kroos (54.) ging knapp über die Latte. Dann schlug der Ball aber doch noch im Real-Tor ein: Mbappe setzte sich links im Strafraum gegen Vazquez durch und verpasste Goalie Courtois ein Gurkerl.
So feiert Paris zwar einen späten, aber verdienten Heimsieg. ÖFB-Legionär Alaba zeigte über 90 Minuten als Innenverteidiger zwar eine solide Leistung. Ob er im Rückspiel mit seinem Team das Blatt wenden und den Viertelfinal-Einzug doch noch fixieren kann, bleibt allerdings abzuwarten.