Über das gesamte Spiel war von der Sturm-Offensive nichts zu sehen, zwei Aktionen reichen aber zum Sieg. Kiteishvili und Fuseini sorgen für drei sehr schmeichelhafte Punkte im Ländle, auch der VAR mischte stark mit.
Die Europacup-Starter aus Graz bekamen von Beginn weg nur wenig Zugriff auf die Partie im Ländle. Altach überraschte Sturm mit reichlich Kampfkraft und Moral.
Trotz leichter Vorteile wollte den Ländle-Kickern das Tor zunächst nicht gelingen. In der ersten Hälfte stand Adthe Nuhiu bei seinem Treffer hauchzart im Abseits. Sky-Experte Peter Stöger urteilte: "Also ich kann da keinen Unterschied zwischen den eingeblendeten Linien sehen. Es ist nur noch verrückt."
Altach hat den Rückschlag abgehakt, spielte weiter auf die Führung. Dann der Elfmeter-Pfiff: Eine Hereingabe von Christian Genauer wurde von Sturms David Schnegg mit der Hand abgelenkt. Wieder ging's gegen Altach, der Elfer wurde zurückgenommen. Es handelte sich offenbar um eine natürliche Handbewegung.
Mit dem allerersten Torschuss überhaupt schockte Otar Kiteishvili die lautstarken Fans. Aus dem Nichts stand es plötzlich 1:0 für Sturm.
Doch Altach ließ sich nicht beirren, kämpfte weiter. Ausgerechnet der Ex-GAK-Verteidiger Paul-Friedrich Koller drückte nach einem Eckball die Kugel zum 1:1 über die Linie. Auch hier checkte der Video-Schiri lange, dieses Tor zählte aber.
Sturm agierte wieder eiskalt: Mohammed Fuseini schloss einen Konter in der 91. Minute zum 2:1-Sieg für die Grazer ab. Bei beiden Sturm-Toren war absolutes Ballglück im Spiel.
Altach reklamierte in der achtminütigen Nachspielzeit mehrmals Elfmeter, Schiri Gerhard Grobelnik sah aber keine entscheidenden Vergehen mehr, verteilte aber noch teilweise wahllos Gelbe Karten.
Sturm übernimmt bis Sonntag die Tabellenführung von Salzburg, Red Bull empfängt Rapid (17:00 Uhr, Sky) zum Top-Spiel.