Der Red-Bull-Star ließ sich auch durch einen Reifenpoker des halben Feldes nicht verunsichern, hängte McLaren-Pilot Oscar Piastri als Zweiter um 6,7 Sekunden ab. Pierre Gasly im Alpine, eigentlich von Rang sechs gestartet, wurde als Dritter sensationell aufs Stockerl gespült (+10,7 Sekunden). Punkte gab es noch für Carlos Sainz, Charles Leclerc, Lando Norris, Lewis Hamilton und George Russell.
"Wir wussten, dass ich schnell bin. Mit den Intermediate-Reifen bin ich regelrecht geflogen, wir haben einfach die sicherere Strategie gewählt", meinte der Niederländer nach dem Sieg.
Dabei begann das Rennen mit einer echten Farce. Der ursprünglich für 15 Runden angesetzte Sprint wurde auf elf Umläufe verkürzt, nachdem fünf Runden hinter dem Safety Car gefahren wurden. Als die Rennleitung den Sprint dann frei gab, fuhr das halbe Feld in die Box, um bereits von den Regenreifen auf Intermediates umzustecken. So auch Piastri, während Verstappen noch eine Runde draußen blieb, sich danach zum Boxenstopp entschied. Das kostete dem Niederländer aber die Führung.
Nach vier Runden musste Bernd Mayländer aber wieder auf die Strecke, nachdem Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso über den nassen Randstein abflog, das Safety Car wieder auf die Strecke musste. Nach nur zwei Runden konnte das Rennen wieder freigegeben werden.
Unmittelbar nach dem Re-Start spielte der Doppel-Weltmeister den Geschwindigkeitsvorteil seines RB19 aus, zog auf der Kemmel-Geraden am jungen Australier vorbei. Dahinter wurde der auf Rang vier vorgefahrene Sergio Perez durchgereicht. In Runde sieben zogen Mercedes-Ass Lewis Hamilton und die beiden Ferrari-Piloten Carlos Sainz und Charles Leclerc am Mexikaner vorbei, der 33-Jährige musste in Runde neun den Sprint vorzeitig beenden.
Für eine Berührung mit Perez kassierte Hamilton noch eine Fünf-Sekunden-Strafe, wurde von Platz vier auf den siebten Platz durchgereicht.