Linzer Double winkt

3:1! Cupsieger LASK schießt Rapid aus Titelrennen

Der LASK gewinnt nach dem Cupfinale auch den Schlager gegen Rapid 3:1 und geht als Double-Favorit ins Ligafinish. Die Wiener sind aus dem Rennen.
Sport Heute
04.05.2026, 22:30
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nur drei Tage nach dem Triumph im ÖFB-Cup blieb der LASK auch in der Bundesliga voll auf Titelkurs und baute am Montagabend mit einem Heimsieg gegen Rapid den Vorsprung auf Verfolger Sturm auf zwei Punkte aus.

Die Linzer gewannen auf der Gugl nach Rückstand 3:1 (0:1) und nahmen Rapid damit endgültig aus dem Titelrennen. Zwei Runden vor Saisonende haben die Hütteldorfer sechs Punkte Rückstand. Und: Das direkte Duell wäre bei Punktegleichheit auf Seiten der "Athletiker".

Rapid-Blitzstart

Dabei begann für die Gäste zunächst alles nach Wunsch. Janis Antiste brachte Rapid nach zwölf Minuten nach Bolla-Maßflanke und starker Kopfball-Vorlage von Ercan Kara in Führung. Das 1:0 war leistungsgerecht. Der LASK startete behäbig, scheinbar müde von den 120 Minuten beim 4:2-Finalsieg gegen Altach.

Von schweren Beinen war jedoch in Folge nur noch wenig zu sehen. Das Team von Trainer Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup zog sich zurück, hatte nur mehr wenig Spielanteile – vorerst noch ohne Großchancen der Didi-Kühbauer-Elf zuzulassen.

LASK dreht auf

Das änderte sich im zweiten Durchgang schlagartig. Der LASK drehte auf und kombinierte sich über einen Doppelpass zwischen Kapitän Sascha Horvath und Topstar Sasa Kalajdzic zum Ausgleich. Horvath vollendete den sehenswerten Angriff (52.). Wenig später stand wieder ÖFB-Teamspieler Kalajdzic im Fokus. Serge-Philippe Raux-Yao verfehlte seinen Tackling-Versuch, traf den Fuß des Angreifers. Samuel Adeniran verwertete den Elfmeter zum 2:1 (63.).

Der zunächst geschonte LASK-Angreifer Moses Usor sorgte für die Entscheidung. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung hebelten die Hausherren Rapid erneut mit einem Doppelpass aus. Melayro Bogarde bediente den "Joker", 3:1 (75.).

Die Stimmen

LASK-Kapitän Sascha Horvath: "Nach den ersten 15 Minuten sind wir zum Glück aufgewacht. Sie haben uns das Leben dann leichter gemacht, weil sie sich fallen gelassen haben. Am Ende haben wir verdient gewonnen."

Horvath über die Meisterfrage: "Wir schauen auf uns. Jeder kann jeden schlagen. Es ist eine verrückte Saison. Am Sonntag müssen wir von der ersten Minute an da sein, sonst wird es schwer."

LASK-Trainer Didi Kühbauer: "In den ersten 20 Minuten waren wir energielos, da habe ich gedacht, die dürften wirklich gefeiert haben. Wir haben dann die richtigen Worte gefunden. Die Jungs haben es fantastisch umgesetzt. Rapid hat mit dem Tor zu wenig gemacht, uns das Spiel gegeben und das hat sich nicht mehr geändert. Ich habe gewusst, dass es eine Kopfsache ist und keine körperliche."

LASK-Star Sasa Kalajdzic: "Ganz tolle zweite Hälfte von uns. Rapid war am Anfang sehr gut, dann haben wir uns gesteigert. Wir hatten am Freitag 120 Minuten in den Beinen und ich hatte in der zweiten Halbzeit das Gefühl, wir waren frischer als Rapid. Also riesen Respekt an die Mannschaft. Die Mannschaft spielt phänomenal und wir stehen zurecht ganz oben."

Kalajdzic (Leihgabe von England-Absteiger Wolverhampton: "Ja, mein Vertrag gilt für die Championship. Wir sind ständig im Austausch. Was im Sommer passiert, weiß ich nicht. Heute waren ein paar Leute von Wolves da."

Rapid-Stürmer Ercan Kara: "Erste Halbzeit haben wir es gut gemacht, waren die bessere Mannschaft. Dann war das nicht so viel von uns – billige Gegentore. Jetzt ist es vorbei (Meisterrennen, Anm.) und wir schauen aufs Derby. Es ist keine einfache Saison. Die Emotionen gehen rauf und runter."

Rapids Janis Horn: "Die haben 120 Minuten in den Knochen und es hat phasenweise gewirkt, als hätten die mehr Power und mehr Biss. Wir kriegen die Gegentore viel zu einfach. Besonders das Standard-Gegentor – das haben wir gestern trainiert. Wir haben gewusst, dass der LASK viele Standards kurz ausspielt. Den Elfmeter geben wir viel zu leicht her, wie die ganze Saison – die eigenen machen wir nicht rein. Beim Horvath-Tor gehen wir nicht hin."

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup: "Wir sind nach dem Tor zu passiv geworden. Warum, weiß ich auch noch nicht. Das war nicht genug. Es sind kleine Dinge, die den Unterschied ausmachen."

Negativer Schlusspunkt: Rapid-Kapitän Matthias Seidl flog wegen eines Frustfouls mit dem Schlusspfiff mit Rot vom Platz, fehlt damit im kommenden Wiener Derby.

Zwei Runden vor dem Finish führt der LASK die Liga zwei Punkte vor Sturm, vier vor Red Bull Salzburg an. Rapid ist Vierter und nur mehr einen Punkt vor Rivale Austria. Die Linzer können am kommenden Wochenende in Salzburg einen riesigen Schritt in Richtung Double machen. Spannend: Bei möglicher Punktegleichheit zwischen dem LASK und Sturm hätten ebenfalls die Linzer wegen des "Sternchens" die Nase vorne – ein Vorteil, weil ihre Zähler bei der Punkteteilung vor der Meisterrunde abgerundet worden waren.

Alles zur Bundesliga im "Heute"-Datencenter.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.05.2026, 22:59, 04.05.2026, 22:30
Jetzt E-Paper lesen