Der Deutsche Linus Strasser feierte am Mittwoch seinen ersten Slalom-Weltcupsieg. Der 28-Jährige siegte vor den beiden Österreichern Manuel Feller und Marco Schwarz.
Das ÖSV-Slalomteam präsentiert sich in den vergangenen Wochen in blendender Form. Wie schon in den letzten Slaloms fehlte nicht viel auf einen rot-weiß-roten Sieg. Feller hatte 0,1 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit, Schwarz 0,16. Als Feller die Ziellinie überquerte und den knappen Rückstand erblickte, rief er Strasser mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen deutlich hörbar zu: "Du Hundling!" Der Scherz unter Kollegen darf wohl als Gratulation aufgefasst werden.
Mit seinem zweiten Stockerlplatz in dieser Saison übernahm der Tiroler die Führung in der Disziplinenwertung: "Einer der Höhepunkte in meiner Karriere, wollte ich unbedingt einmal anhaben. Unglaublich!" Schon in Alta Badia fehlten Feller als Zweiter nur acht Hundertstelsekunden auf den Sieg (Ramon Zenhäusern). In Madonna wurde Feller mit 0,35 Sekunden Rückstand auf Sieger Henrik Kristoffersen Vierter – Rückstand auf den zweitplatzierten Sebastian Foss-Solevaag: zwei Hundertstel.
Feller, erneut knapp geschlagen, strahlte am Mittwoch dennoch über den neuerlichen zweiten Rang: "Wahnsinn. Es war einer der schwierigsten Läufe, die ich je gefahren bin. Es war so langsam. Ich habe die ganze Zeit den Moderator im Hintergrund gehört und gedacht: 'Jetzt konzentriere dich mal'."