Pflichtsieg von Österreich! Die ÖFB-Elf feierte am Dienstag auswärts in San Marino einen klaren 4:0-Erfolg, machte nach dem 2:1 gegen Rumänien den perfekten Start in die WM-Quali perfekt, liegt ungeschlagen hinter Bosnien – das eine Partie mehr ausgetragen hat – auf Rang zwei.
Kapitän Marko Arnautovic (3., 15.), Michael Gregoritsch (11.) und Christoph Baumgartner (27.) erzielten in Serravalle vor rund 3.000 Zuschauern die Treffer.
Das Match stand freilich im Schatten des fürchterlichen Amoklaufs von Graz. Die Partie begann mit einer Schweigeminute, Österreichs Spieler trugen Trauerflor. Die rot-weiß-roten Schlachtenbummler verzichteten im Vorfeld auf den geplanten Fanmarsch, eine Absage der Partie stand aber seitens der UEFA nicht im Raum.
Teamchef Ralf Rangnick setzte gegen den Letzten der FIFA-Rangliste auf eine offensive Startelf, bot mit Arnautovic und Gregoritsch eine Doppelspitze auf. Auch Honsak durfte beginnen – und kam damit zu seinem Debüt. Der Heidenheim-Legionär bildete mit Friedl, der erstmals unter Rangnick zum Zug kam, Lienhart und Posch am Papier die Viererkette – hatte aber alle Freiheiten nach vorne.
Österreich gelang gegen San Marino ein Auftakt nach Maß. Arnautovic besorgte nach Posch-Vorarbeit aus kurzer Distanz das rasche 1:0 (3.) – ein Dosenöffner.
Gregoritsch legte mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze das 2:0 nach (11.), Arnautovic erhöhte mit seinem 41. Team-Tor auf 3:0 (15.). Auf den Rekord von Toni Polster fehlen dem Routinier nur noch drei Treffer.
Sabitzer zirkelte den Ball in Minute 21 an die Querlatte, das 4:0 fiel dennoch noch vor der Pause. Ein Arnautovic-Kopfball drohte das Ziel zu verfehlen – Baumgartner war zur Stelle, nickte ein (28.).
Danach ließ Österreich auch die Gastgeber gewähren, ließ drei Abschlüsse zu. An der Überlegenheit der ÖFB-Truppe änderte das wenig.
Rangnick wagte zur Pause einen Vierfach-Wechsel, brachte zum ersten Mal LASK-Keeper Lawal (für Pentz) und WAC-Ass Ballo (für Gregoritsch). Auch Querfeld (für Lienhart) und Schmid (für Laimer) kamen ins Spiel.
Österreich blieb giftig, die Leichtigkeit der ersten Hälfte war jedoch dahin. In Minute 55 pfiff Schiedsrichter Berka Handelfer für Rot-Weiß-Rot, nahm ihn aber nach VAR-Studium zurück.
Nach einer Stunde durfte Baumgartner seine Saison beenden, kam Grüll in die Partie. Ballo traf zum vermeintlichen 5:0 (66.), stand aber hauchdünn im Abseits. Sabitzer scheiterte wenig später per Freistoß (74.).
Querfeld und Grüll kamen zu einer Doppelchance, die San-Marino-Goalie Colombo (77.) vereitelte. Der Keeper von Serie-D-Verein Forli wehrte im Finish einen unplatzierten Elfmeter von Arnautovic ab (85.). Posch beförderte den Ball in Minute 89 ins Tor, doch erneut zählte der Teffer nicht. Querfeld hatte sich zuvor bei seinem Gegner aufgestützt.
So blieb es beim souveränen 4:0-Erfolg für die Rangnick-Elf, die sich nach dem Schlusspfiff in den Urlaub verabschiedete.
Für Österreich geht die WM-Qualifikation am 6. September daheim gegen Zypern weiter. Drei Tage später steigt das auswärts das Duell gegen Bosnien-Herzegowina.