Fussball

Eiskalte Rapid erkämpft 3:0 gegen Luhansk im Play-off

Rapid steht vor dem Einzug in die Europa League! Gegen Zorya Luhansk gab es einen glücklichen 2:0-Heimsieg.
Phillip Platzer
19.08.2021, 20:36

Diese Partie war nichts für schwache Nerven! Luhansk vergab Chancen am Fließband, die Tore machte aber Rapid. Taxi Fountas (29.), Ercan Kara (79.) und Marco Grüll (85.) ließen das Allianz Stadion jubeln. Mit dem 3:0 im Rücken reist Rapid nun zum Rückspiel in die Ukraine, ein Einzug in die Europa League sollte jetzt durchaus machbar sein.

Die Hütteldorfer fanden vor nur 10.300 Fans im Allianz Stadion gut in die Partie, versuchten sich erste Chancen zu erarbeiten. In der elften Minute zeigte Luhansk das erste Mal die Zähne, Allahyar Sayyadmanesh umkurvte nach einem tiefen Pass Rapid-Goalie Richard Strebinger, doch der Iraner brachte danach nicht genug Nachdruck in seinen Schuss.

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Die Grün-Weißen erfingen sich nach dem Warnschuss wieder gut, versuchten vor allem über die Flügel Kelvin Arase und Marco Grüll Drück aufzubauen. Ein missglückter Abschlag von Tormann Mykyta Shevchenko führte zum 1:0 für die Rapidler. Taxi Fountas nahm sich den Ball schön herunter, ließ noch einen Ukrainer stehen und versenkte von der Strafraumgrenze zum Führungstreffer (29.).

Praktisch im Gegenzug hatte Luhansk die beste Ausgleichschance durch Vladyslav Kabaev, doch sein Schuss fiel zu zentral aus - 1:0 für Rapid zur Pause.

Nach Wiederanpfiff wurden die Ukrainer griffiger, aggressiver in der Zweikämpfen und auch nach vorne aktiver. Das schmeckte den Grün-Weißen gar nicht, Rapid hatte immer mehr Probleme mit Luhansk. Die Ukrainer vergaben aber Chance um Chance, Strebinger glänzte mit absoluten Top-Paraden, Verteidiger Leo Greiml avancierte von Minute zu Minute mehr zum Abwehr-Bollwerk.

Die Hütteldorfer konnten sich kaum mehr befreien, Luhansk vernebelte weiterhin Chance um Chance - im Gegensatz zu Rapid! Ercan Kara wurde in der 79. Minute in den freien Raum geschickt, der Stürmer behielt die Nerven und traf via Innenstange zum 2:0.

Rapid wäre mit dem 2:0 schon sehr glücklich gewesen, es wurde sogar noch ein 3:0! Wieder spielte der Tormann schlampig ab, der eingewechselte Thorsten Schick fand in der Mitte Grüll, der den sehr schmeichelhaften 3:0-Endstand (85.) herstellte.
Am nächsten Donnerstag müssen die Hütteldorfer das 3:0 in der Ukraine verteidigen, dann stehen die Grün-Weißen in der Gruppenphase der Europa League.