Fussball

Torfestival! Sturm holt 0:3 gegen den LASK auf

Drama pur in Graz! Der LASK führt Sturm vor, liegt mit 3:0 voran. Die Hausherren kämpfen sich zurück und holen noch das Unentschieden.
Sebastian Klein
21.11.2021, 16:47

3:3! Das Topspiel des 15. Bundesliga-Spieltags hat es in sich. Sturm Graz und der LASK trennen sich am Sonntag im schwarz-weißen Duell mit einem Unentschieden.

4795 Zuschauer verfolgen in der Merkur-Arena das letzte Bundesliga-Match vor dem Corona-Lockdown und den daraus resultierenden Geisterspielen. Die Fans verzichten dabei auf Sprechchöre. Kein Stimmungsboykott aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen, wie es ihn bei Rapid lange gab – die Grazer reagieren damit sensibel auf die dramatische Lage in den heimischen Spitälern!

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Zwei völlig konträre Hälften

Der LASK sieht dabei nach einer furiosen Anfangsphase wie der sichere Sieger aus, führt mit 3:0. Die Blackys verkürzen mit dem Pausenpfiff – der Startschuss für die Aufholjagd. In der zweiten Hälfte gleich Sturm aus, drückt in Überzahl sogar noch auf den Sieg.

Traumtorschütze Sascha Horvath (LASK): "Erste Halbzeit gehört uns, die zweite ihnen. Uns ist vielleicht ein bisschen die Kraft ausgegangen. Wir haben erste Halbzeit so viel reingehaut."

Drama in Graz

Der LASK dominiert die erste Halbzeit, geht durch Lukas Grgic (26.), Mamoudou Karamoko (32.) und Sascha Horvath (36.) mit 3:0 in Führung. Der Treffer von Horvath ist ein technisches Gustostückerl. Der LASK spielt einen Freistoß kurz ab, Horvath nimmt den halbhoch gespielten Ball im Lauf volley, lupft das Leder über Sturm-Keeper Jörg Siebenhandl hinweg unhaltbar in die Maschen. 

Sturm, das vor der Länderspielpause mit einem Corona-Cluster zu kämpfen hatte, stellt dann aber seine wieder erlangte Fitness unter Beweis. Kelvin Yeboah verkürzt unmittelbar vor dem Seitenwechsel (44.).

Nach der Pause spielen nur mehr die Hausherren. Manprit Sarkaria erzielt das Anschlusstor (64.).

Dann fliegt Rene Renner bei den Linzern durch ein rüdes Einsteigen mit Gelb-Rot vom Platz. Der darauffolgende Freistoß resultiert im 3:3 – Yeboah schnürt den Doppelpack (80.). 

In der Schlussphase drückt Sturm sogar auf den Siegestreffer. Der LASK rettet das Remis über die Zeit. Die Freude darüber ist aufgrund des vergebenen 3:0-Vorsprungs nicht besonders groß.

Ganz anders auf der Gegenseite: Sturm-Coach Christian Ilzer schwärmt nach dem Schlusspfiff über die moralische Leistung seines Teams: "Der Corona-Teufel ist jetzt nach dieser Halbzeit endlich weg!"

Sturm nützt das 1:5-Debakel der Wolfsberger (gegen WSG Tirol) und springt wieder auf Rang zwei. Der LASK tritt hingegen in der untersten Tabellenregion auf der Stelle, liegt nur einen Punkt vor Schlusslicht Altach.

Sturm: Siebenhandl - Geyrhofer (58. Kuen), Affengruber, Wüthrich - Gazibegovic, Gorenc-Stankovic, Prass, Dante (65. Jantscher) - Niangbo - Yeboah, Sarkaria

LASK: Schlager - Potzmann, Boller, Wiesinger (66. Letard), Renner - Hong, Grgic - Goiginger (76. Schmidt), Horvath (81. Flecker), Karamoko (65. Monschein), Nakamura (66. Balic)

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