Wintersport

Nur "Königin" Vlhova schlägt ÖSV-Star Liensberger

Krimi in Zagreb! Petra Vlhova schlägt Katharina Liensberger um 0,05 Sekunden und schnappt der Österreicherin damit den Sieg weg.
Sebastian Klein
03.01.2021, 11:07
olympia live
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Die Slowakin Petra Vlhova eroberte in Zagreb die Glaskrone für den Sieg im ersten Weltcuprennen 2021. Mit ihrem Erfolg im Slalom holte sich die Technik-Dominatorin die sogenannte Snowqueen-Trophy. Dafür musste sie aber hart arbeiten.

Liensberger schrammt am Sieg vorbei

Österreichs Katharina Liensberger schrammte um nur fünf Hundertstelsekunden am ersten rot-weiß-roten Slalomsieg im Weltcup seit mehr als sechs Jahren (Nici Hosp) vorbei, wurde vor der Schweizerin Michelle Gisin Zweite.

Liensberger: "Es war nicht ideal zu fahren. Ich habe einfach gefightet. Es war wirklich ein Kampf am Limit. Von dem her bin ich mega happy, dass ich den zweiten Platz einfahren konnte. Die Hundertstel sind hoffentlich bald auf meiner Seite."

Siegerin Vlhova: "Es war sehr hart. Im zweiten Lauf war die Strecke schon zerstört. Ich habe so viel Gas gegeben wie ich konnte. Als ich ins Ziel gekommen bin und die grüne Zeit gesehen habe, war ich wirklich überrascht. Ich hatte am Semmering (Platz vier, Anm.) kein gutes Gefühl. Deshalb ist es sehr wichtig, hier ein gutes Resultat zu haben. Meine Gegnerinnen sind wirklich schnell. Katherina, Michelle und Mikaela – ich muss immer am Limit sein. Die fordern mich wirklich. Wir sind vier Mädchen innerhalb von drei, vier Zehntel."

Shiffrin verpasst Jubiläum knapp

Die vierfache Zagreb-Siegerin Mikaela Shiffrin verpasste das Stockerl hauchdünn. Der US-Amerikanerin fehlten mit 0,27 Sekunden Rückstand auf Vlhova fünf Hundertstel auf Platz drei. Shiffrin blieb ihr 100. Weltcup-Podium somit denkbar knapp verwehrt.

Hinter den Top 4 klaffte eine große Lücke zur Fünften, der Kanadierin Erin Mielzynski, die bereits 1,4 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte.

Chiara Mair wurde als zweitbeste Österreicherin Neunte, verlor im zweiten Durchgang drei Plätze (+2,42 Sekunden). Katharina Gallhuber fuhr auf Rang elf (+2,59). Franziska Gritsch und Katharina Huber schieden in der Entscheidung aus. 

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