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Lockdown! Melbourne steht jetzt für sechs Wochen still

Weil die Zahl der Corona-Fälle im Staat Victoria wieder steigt, greift der Gouverneur zu drastischen Maßnahmen.

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    Polizisten sprechen mit den Bewohnern eines der neun Wohnkomplexen in Melbourne, die wegen eines Corona-Ausbruchs unter Quarantäne gestellt wurden (4. Juli 2020)
    Polizisten sprechen mit den Bewohnern eines der neun Wohnkomplexen in Melbourne, die wegen eines Corona-Ausbruchs unter Quarantäne gestellt wurden (4. Juli 2020)
    picturedesk.com/AFP/William West

    Ab Dienstag 23:59 steht die australische Metropole Melbourne für sechs Wochen still. Daniel Andrews, Regierungschef des Staats Victoria im Süden von Australien verhängte den Lockdown über die 6,6 Millionen Einwohner der Region.

    Bewohner der Stadt dürfen sich nicht mehr in Gruppen von über zwei Personen treffen und das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen, Sport zu treiben oder Nahrungsmittel einzukaufen.

    "Völlig inakzeptabel"

    Am Sonntag hatte der Staat Victoria laut CNN 127 neue Fälle verzeichnet. Laut der australischen Gazette "The Herald Sun" seien nämlich Verstöße gegen die Kontakt-Auflagen in zwei Quarantäne-Hotels schuld an der Wiederaufflammung des Virus. Demnach soll unter anderem das Wachpersonal in einem Hotel Sex mit Gästen gehabt haben, die sich in Isolation befanden.

    "Es ist klar, dass das , was hier passiert ist, völlig inakzeptabel ist und wir genau untersuchen müssen, was genau vorgefallen ist", reagierte Andrews auf die bizarre Begebenheit.

    Neuseeland stoppt Flüge

    Damit die Quarantäne- und Isolationszentren des Landes in der Corona-Pandemie nicht an ihre Kapazitätsgrenzen geraten, hat die neuseeländische Regierung vorübergehend die Buchung internationaler Flüge eingeschränkt.

    Die nationale Fluglinie Air New Zealand habe einem kurzfristigen Buchungsstopp zugestimmt, teilte Wohnungsministerin Megan Woods am Dienstag mit. Mit der Maßnahme solle sichergestellt werden, dass für alle Heimkehrer genügend Plätze für eine geordnete Isolation oder Quarantäne zur Verfügung stünden, sagte sie zur Begründung.