Lockdown vor Verlängerung! Diese Regeln drohen in Wien

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sprach sich bereits im Vorfeld für härtere Regeln aus, sollten die Zahlen nicht sinken.
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sprach sich bereits im Vorfeld für härtere Regeln aus, sollten die Zahlen nicht sinken.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com /("Heute"-Montage)
Bürgermeister Michael Ludwig hat am Montag zu einem Krisengipfel geladen! Eine Verlängerung des Lockdowns gilt als so gut wie fix.

Tag der Entscheidung in Wien! Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) setzen sich ab 13.30 Uhr in einer Videokonferenz mit Experten zusammen und beraten über das weitere Prozedere im Kampf gegen das Coronavirus.

An dem virtuellen Treffen nehmen neben mehreren Virologen und Top-Wissenschaftlern auch der Krisenstab der Stadt Wien sowie politische und organisatorische Entscheidungsträger teil. Das Hauptaugenmerk des Gesprächs wird dabei vor allem auf die angespannte Lage auf den Intensivstationen gelenkt sein.

Lage in Spitälern spitzt sich zu

Wie "Heute" berichtet, spitzt sich die Lage in Wiens Spitälern immer weiter zu. Aufgrund der steigenden Zahl der Corona-Patienten musste die Zahl der Intensivbetten sogar aufgestockt werden. Österreichweit befinden sich aktuell über 2.360 Corona-Patienten in Spitälern, 611 kämpfen auf der Intensivstation um ihr Leben.

Ludwig, Wiederkehr und Co. werden die Lage in den Krankenhäusern genau mit den Experten besprechen und danach entscheiden, wie es in der Bundeshauptstadt genau weitergehen soll. Die Corona-Maßnahmen in der Ostregion laufen aktuell (Stand 12.30 Uhr) am 18. April aus. Eine Verlängerung des Lockdowns gilt aber als wahrscheinlich - zumindest in Wien.

Doch mit welchen (verschärften) Corona-Regeln muss Wien rechnen? Denkbar wären etwa Maßnahmen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Krankenhäuser. Laut "Kronen Zeitung" könnte auch eine Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht in ganz Wien im Raum stehen. Derzeit gilt diese "nur" an fünf Orten.

Verschärfte Maskenpflicht in ganz Wien?

Zudem könnten die Corona-Regeln, etwa das Tragen von FFP2-Masken oder die 2-Meter-Abstands-Regel, weiter verschärft werden. Eine Erhöhung der Strafen für Verstöße ist nicht ganz unrealistisch.

Da laut Prognosen auch in den nächsten Wochen mit keiner Entlastung auf den Intensivstationen zu rechnen ist, könnte es auch in den Spitälern zu weiteren Maßnahmen kommen. So könnte etwa jede nicht lebensnotwendige Operation vorerst verschoben werden, um möglichst viele Betten für Corona-Patienten freizubekommen, berichtet die "Krone".

Zwar werden bereits jetzt einzelne Eingriffe in der Bundeshauptstadt verschoben, allerdings könnte hier die Grenze noch weiter nach oben verschoben werden. Auch eine Verlegung von Patienten in andere Bundesländer dürfte nicht vom Tisch sein. Bisher ist dies aber noch nicht geschehen.

Ziehen NÖ und Burgenland nach?

Noch ist unklar, wie die beiden anderen östlichen Bundesländer Niederösterreich und Burgenland auf eine mögliche Verlängerung des Lockdowns in Wien reagieren werden. In Niederösterreich breitet sich das Virus nach wie vor weiter aus, alleine am Montag wurden erneut über 400 Fälle vermeldet.

Im Burgenland sieht die Corona-Lage dagegen aktuell etwas anders bzw. "entspannter" aus. Insgesamt 37 Neuinfektionen in 24 Stunden hat es im Burgenland gegeben. Dass sich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil angesichts der niedrigen Infektions-Zahlen für eine Verlängerung des Lockdowns ausspricht, gilt als unwahrscheinlich.

Pressekonferenz um 16.00 Uhr

Nach dem Krisengipfel in Wien wird es eine Pressekonferenz geben. Laut "Heute"-Infos wird Bürgermeister Michael Ludwig gegen 16.00 Uhr vor die Presse treten und die Bevölkerung über die neuen Maßnahmen informieren.

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