Lockerung: Schüler dürfen wieder Sport treiben

Ab 15. März darf in Schulen wieder gesportelt werden.
Ab 15. März darf in Schulen wieder gesportelt werden.GEPA
Beim Corona-Gipfel wurde von der Bundesregierung beschlossen, dass ab 15. März wieder Schulsport möglich sein wird.

Österreich öffnet nur sehr behutsam. Die Corona-Infektionszahlen steigen seit den ersten Öffnungsschritten vor drei Wochen (Schulen, Handel, körpernahe Dienstleister). Besonders im Osten des Landes nähern sich die Inzidenzen besorgniserregenden Marken.

Mit dieser Begründung blieben am Montag beim Öffnungs-Gipfel der Regierung die von Gastronomie, Sport und Kultur geforderten Öffnungsschritte bundesweit aus. Mit Ausnahme von Vorarlberg, wo ab Mitte März genannte Bereiche in Bewegung kommen. Mehr dazu hier.

Bundesweit gilt: Schüler dürfen ab 15. März wieder Sport treiben – im Freien.

Der Amateur- und Breitensport muss sich aber noch etwas gedulden. Ein genauer Fahrplan für das Vereinswesen wurde noch nicht präsentiert.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP): "Die Situation ist nach wie vor eine sehr volatile. Es ist schwer berechenbar, ob sich die Ansteckungszahlen weiter steigern, oder sich das Wachstum beschleunigt. Niemand kann heute ein Versprechen geben."

"Schritt war dringend notwendig"

Sport Austria-Präsident Hans Niessl begrüßt die Öffnungsschritte. "Es freut mich für unsere 571.000 in Sportvereinen gemeldeten Kinder und Jugendlichen, dass für sie ab dem 15. März endlich wieder Freiluft-Sport möglich wird! Jetzt können unsere jungen SportlerInnen unter Auflagen wieder sportartenspezifisch in ihren Vereinen trainieren. Dieser Schritt
war dringend notwendig."

Niessl weiter: "Zuletzt haben ExpertInnen vermehrt auf physische und psychische Kollateralschäden durch Mangel an Bewegung und Mangel an Sozial-Kontakten besonders bei der jungen Bevölkerung hingewiesen. Sport ist hier das beste Gegenmittel, Sport ist aber auch, was das Corona-Geschehen betrifft, ein Teil der Lösung, weil wir über unsere Vereine ein sehr gutes Contact Tracing gewährleisten und somit auch einen vertiefenden Überblick über das Infektionsgeschehen liefern können. Das haben wir beim Sportgipfel am Freitag auch Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober verdeutlicht. Unsere Argumente wurden berücksichtigt. Ein erste Schritt für den Sport - ein Schritt der Vernunft für die Gesundheit - ist getan, nun geht es darum, dass auch der restliche Vereinssport sukzessive, aber stets verantwortungsvoll, hochgefahren wird."

ÖFB-Boss Windtner: "Argumente wurden gehört"

Auch ÖFB-Boss Leo Windtner meldete sich zu Wort. "Es ist sehr positiv und zu begrüßen, dass die immense Bedeutung des Sports für Kinder und Jugendliche erkannt wurde und im Rahmen der Verhandlungen ein großes Thema war. Es ist dem organisierten Sport gemeinsam mit den Gesundheitsexpertinnen und -experten gelungen, die triftigen Argumente für die Öffnung des Kinder- und Jugendbereichs entsprechend vorzubringen, und diese sind auch gehört worden.
Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen wir die genauen Vorgaben abwarten, um konkrete Handlungsempfehlungen für unsere Klubs ableiten zu können."

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