Lokführerin (30) fährt auf die Sozialen Medien ab

Sanela I. teilt Einblicke in ihr Berufsleben auf TikTok und Instagram – und erntet zehntausende Likes.

Seit Oktober 2020 läuft bei Sanela I. alles auf Schiene: Die 30-Jährige absolvierte ihre Dienstprüfung zur Lokführerin und lenkt seither für die ÖBB schweres Gerät durch Österreich. Von Floridsdorf aus fährt die junge Wienerin mit der Schnellbahn nach Stockerau und Mödling, mit dem Regionalzug nach Laa an der Thaya und Wiener Neustadt. Immer dabei: Ihr Smartphone, mit dem sie ihren Arbeitsalltag knipst.

Sehr zur Freude ihrer Fans auf TikTok und Instagram, die die Postings mit Likes überhäufen. Was der ÖBB-Mitarbeiterin an ihrem Beruf so gut gefällt? "Die Aussichten auf der Strecke, die Natur und Tiere – das genießt man einfach." Und dank ihres Foto-Tagebuchs dürfen in den Sozialen Medien alle mitstaunen.

Hinterm Steuer herrscht Smartphone-Verbot

"Am Anfang waren meine größten Fans natürlich meine Familie und Freunde. Deswegen habe ich ab und zu mal Fotos gemacht", so I. Ihre Schnappschüsse teile sie gerne, "weil ich einfach gemerkt habe wie viele Menschen, und besonders sehr viele Jugendliche, sich dafür interessieren."

Negative Kommentare habe sie darauf noch nie erhalten. Aber viele hätten sie gebeten, ganze Fahrten mit dem Smartphone mitzufilmen. "Das kann ich aber leider nicht machen, weil Handy am Arbeitsplatz streng verboten ist. Alle Videos, die ich gemacht habe, sind Mitfahrten mit Kollegen oder umgekehrt."

Lokführer ist klassischer Männerberuf

Lokführer sei noch immer ein männerdominierter Beruf, so I. Daher sei es ihr ein besonderes Anliegen, sich weiter zu entwickeln und weibliche Stärken zu zeigen. "Später möchte ich vielleicht auch Fahrtrainerin werden", hofft die 30-Jährige. Was man braucht, um als Lokführer durchzustarten? "Eine abgeschlossene Ausbildung, mindestens 19,5 Jahre alt bei Kursbeginn, ein einwandfreies Leumundszeugnis, einen sehr guten Gesundheitszustand und vor allem viel Verantwortungsgefühl und viel Liebe für die Eisenbahn."

Ihre schönsten Momente als Lokführerin hatte I. übrigens mit ganz schweren Brocken. "Güterzüge waren für mich immer ein Erlebnis. Ein Tridem (3 angespannte Loks) mit einem schweren Güterzug über den Semmering zu führen, sowas vergisst man nicht."

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