Der Sommer ist da und mit ihm die sengende Hitze. Wer helle Haut hat, greift meist zu Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Doch selbst LSF 50 schützt oft nicht so gut, wie viele denken.
Das Problem: Die meisten Menschen tragen viel zu wenig Sonnencreme auf. Studien zeigen, dass es oft nur 25 Prozent der empfohlenen Menge sind.
Nach Angaben von Brigitte.de hat das dramatische Folgen: Wer LSF 50 zu dünn aufträgt, hat tatsächlich nur einen Schutz von etwa LSF 12,5 auf der Haut. Kein Wunder also, dass trotz vermeintlich hohem Schutz Sonnenbrand entsteht.
Fachleute empfehlen etwa zwei Milligramm Sonnenschutz pro Quadratzentimeter Haut. Für einen erwachsenen Körper entspricht das ungefähr 30 Milliliter – also etwa sechs Teelöffel voll.
Wichtig zu wissen: LSF 30 blockiert bereits 97 Prozent der UVB-Strahlen. LSF 50 schafft nur ein Prozent mehr. Der höhere Faktor macht trotzdem Sinn – eben weil die meisten zu wenig auftragen.
Je nach Hauttyp variiert die sogenannte Eigenschutzzeit der Haut stark: Typ 1 mit sehr heller Haut, blonden oder roten Haaren und blauen Augen kann nur 3 bis 10 Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben. Typ 4 mit dunkler Haut hält bis zu 45 Minuten aus.
Übrigens: LSF und SPF bedeuten heute dasselbe. Der europäische Lichtschutzfaktor und der amerikanische Sun Protection Factor wurden mittlerweile angeglichen.
Und noch ein Tipp: Nachcremen ist wichtig – besonders nach dem Schwimmen oder Schwitzen. Es verlängert zwar nicht die Gesamtschutzzeit, erhält aber den ursprünglichen Schutz aufrecht.