Wer bei Kinder-Sonnencreme tief in die Tasche greift, bekommt nicht automatisch mehr Schutz. Das zeigt ein aktueller KONSUMENT-Test, auf den die Arbeiterkammer jetzt hinweist. 22 Produkte mit Lichtschutzfaktor 30, 50 oder 50+ wurden geprüft.
Die fünf Produkte hielten den angegebenen UV-Schutz nicht ein und wurden deshalb mit der Note "nicht zufriedenstellend" bewertet. Besonders überraschend: Unter den Verlierern befindet sich auch die teuerste Sonnencreme im gesamten Test. Sie kostet rund 40 Euro pro 100 Milliliter, schützte laut Untersuchung aber nicht ausreichend.
Insgesamt erhielten 13 der 22 getesteten Produkte die Note "gut" und können empfohlen werden. Die beiden Testsieger zählen gleichzeitig zu den günstigsten Produkten im Vergleich. Laut KONSUMENT zeigt der Test damit deutlich: Ein hoher Preis ist kein Garant für einen guten Sonnenschutz.
Neben der Schutzwirkung wurden auch die Inhaltsstoffe bewertet. Das Ergebnis: Die meisten getesteten Produkte enthalten umweltkritische Stoffe. Nur drei Naturkosmetik-Produkte kamen ohne diese aus. Zwei davon fielen allerdings bereits beim UV-Schutz durch.
Das dritte bot zwar einen guten Schutz, überzeugte im Praxistest wegen seiner zähflüssigen Konsistenz und des weißen Films auf der Haut jedoch nicht. Die Arbeiterkammer erinnert außerdem daran, dass auch die beste Sonnencreme nur dann schützt, wenn sie richtig verwendet wird.
Kinder sollten großzügig eingecremt und nach dem Baden regelmäßig nachgecremt werden. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Sonne besonders intensiv – in dieser Zeit sollten sich Kinder möglichst im Schatten aufhalten. Ein breitkrempiger Hut und möglichst UV-dichte Kleidung sorgen für zusätzlichen Schutz.