Mega-Projekt

"Star Wars"-Erfinder eröffnet Milliarden-Museum

Nach 17 Jahren Planung hat Regisseur George Lucas seinen Traum in L.A. wahr gemacht: Ein Museum für narrative Kunst mit Werken von Kahlo bis Banksy.
Heute Entertainment
04.09.2026, 11:15
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Das Raumschiff ist gelandet: "Star Wars"-Regisseur George Lucas hat sich seinen großen Traum erfüllt – ein eigenes Museum in Los Angeles. "Mittlerweile sind es etwa 17 Jahre, in denen ich aus Städten vertrieben wurde und versucht habe, dieses Projekt zu verwirklichen", erzählt er bei der Eröffnung.

Ursprünglich war das Haus in Chicago geplant, auch San Francisco war kurzzeitig im Gespräch. Die Grundsteinlegung in L.A. fand dann 2018 statt. "Deshalb ist das für uns ein großes Fest, denn es hat so lange gedauert, bis wir hier angekommen sind."

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Teures Familienprojekt

Der Filmemacher hat sich nicht unterkriegen lassen, er sei es gewohnt, das Unmögliche zu schaffen. "Ein Teil des Problems ist, dass ich ein Freigeist bin." Laut Medienberichten soll Lucas das Projekt aus eigener Tasche finanziert haben – umgesetzt wurde es genau nach seinen Vorstellungen, für mehr als eine Milliarde US-Dollar. Das Museum gründete er gemeinsam mit seiner Frau Mellody Hobson.

Lucas wolle mit dem Museum jene Illustratoren feiern, die für ihre Beiträge oft zu wenig Anerkennung bekommen haben, ließ seine Frau wissen. Er selbst sagt, "das Lucas Museum ist der Kunst des Volkes gewidmet".

Der Regisseur betonte auch, dass es "wirklich nur sehr wenige Dinge auf dieser Welt gibt, die man ganz allein bewältigen kann". Narrative Kunst schaffe eine Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Glaubenssystem, so der "Indiana Jones"-Produzent. "Und dieses gemeinsame Glaubenssystem ermöglicht es ihnen, zusammenzuarbeiten, sich nicht gegenseitig umzubringen und Dinge zu tun, die man als Einzelperson nicht schaffen kann."

Bansky verewigte sich

Auf rund 9.000 Quadratmetern werden mehr als 40.000 Werke aus der Gründungssammlung gezeigt. Lucas sammelt seit über fünf Jahrzehnten. Die Galerien im vierten und fünften Stock sind nach Themen geordnet: "Abenteuer", "Kino", "Architektur", "Fotografie" und "Science-Fiction". Zu sehen sind Gemälde von Frida Kahlo, Diego Rivera, Maxfield Parrish und Norman Rockwell. Außerdem gibt es Comics – darunter Asterix, Tim und Struppi, Garfield und Snoopy – Manga-Zeichnungen, Filmplakate und Wandmalerei.

Vor wenigen Tagen schlich sich Banksy ins Museum und hinterließ einige Werke, wie Museumsdirektorin Tracey Bates berichtete: "Er hat ein bisschen Unordnung hinterlassen, aber es ist eine Unordnung, die wir Ihnen mit Freude zeigen." Unter anderem ist eine Version von Banksys "Girl With Balloon", das ein Mädchen mit einem Ballon zeigt, auf einer frei stehenden Mauer ausgestellt.

"Star Wars" nur ein Teil der Sammlung

Obwohl Lucas sein weltberühmtes Franchise mit keinem Wort erwähnte, fehlt "Star Wars" in den Galerien nicht: Die Ausstellung "Star Wars in Motion" widmet sich dem visuellen Geschichtenerzählen des Gründers. Dort sind mehrere Fahrzeuge aus dem Lucas-Archiv ausgestellt, die in den ersten sechs Star-Wars-Filmen zu sehen waren – von Podracing über Requisiten und Kostüme bis zu Anakins Airspeeder.

Das Museum bietet aber noch mehr als Galerien: Auf insgesamt knapp 28.000 Quadratmetern gibt es zwei Kinosäle, eine Bibliothek, ein Café, Veranstaltungsräume, ein Restaurant ("Skywalker Grill"), eine Dachterrasse und einen Museumsshop. Das alles liegt eingebettet in einen viereinhalb Hektar großen Park, der eigens für das Museum angelegt wurde.

George Lucas eröffnete ein futuristisch aussehendes Museum in Los Angeles.
IMAGO/Kyodo News

Naturspektakel in futuristischem Bau

Gestaltet hat den Park Mia Lehrer vom Studio-MLA. Hier wachsen Hunderte einheimische Pflanzen und über 200 Bäume. Es gibt einen hängenden Garten über einem Amphitheater und einen wasserfallartigen Springbrunnen, der nicht nur hübsch ausschaut, sondern auch zur Kühlung des Gebäudes beiträgt.

Beim Anblick des Museums fühlt man sich fast wie in einer fernen Galaxie: Aus der Parkgarage erhebt sich links ein bewachsener Hügel, darauf liegt Jabba the Hutt und sonnt sich, während sich dahinter das Museum wie ein weißes Raumschiff erhebt und fast zu schweben scheint. Das organisch geformte Gebäude ragt tatsächlich über die Stützpunkte hinaus und berührt den Boden kaum. Im Falle eines Erdbebens kann sich das riesige Bauwerk sogar einen Meter in jede Richtung bewegen. Der futuristische Entwurf stammt vom Architekten Ma Yansong.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.09.2026, 11:15