Im Moment leben rund um und im Nationalpark Kalkalpen nur mehr fünf Luchse. Das ist zu wenig, um die Population dauerhaft zu erhalten. Nationalpark-Direktor Josef Forstinger erklärt dazu: "Ohne eine Bestandsstützung wird es nicht gehen, nachdem unsere Luchse schon sehr im fortgeschrittenen Alter sind und daher da jetzt kein Nachwuchs mehr zu erwarten ist." Laut ORF OÖ ist also klar, dass dringend neue Luchse gebraucht werden.
Seit mitterweile mehreren Jahren gibt es immer wieder Schwierigkeiten mit dem Luchs-Projekt. Forstinger meint dazu: "Seit 2018 ist im Projekt einfach der Wurm drinnen." Die Gründe sind vielfältig: Zum einen ist die Überlebenschance für junge Luchse im ersten Jahr nicht besonders hoch. "Wir reden da von 50 Prozent."
Zum anderen kommt es leider immer wieder zu Abschüssen der streng geschützten Tiere. Das ist dokumentiert und sorgt für zusätzliche Probleme.
Unterm Strich heißt das: Es braucht frische, junge Luchse von außerhalb, damit die Tiere im Nationalpark Kalkalpen nicht verschwinden. In allen drei Nationalparks der nördlichen Kalkalpen sollen in den nächsten Jahren bis zu 20 Luchse angesiedelt werden.