Ludwig zu SPÖ-Streit: Partei ist "kein Sesselkreis"

Michael Ludwig bei der Pressekonferenz am Dienstag.
Michael Ludwig bei der Pressekonferenz am Dienstag.HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
"Hilfreich ist das alles nicht", kommentiert Ludwig den Streit zwischen Rendi-Wagner und Doskozil. Die Partei müsse wieder an einem Strang ziehen.

In der Causa prima der SPÖ hat sich am Dienstag jetzt auch SPÖ-Wien-Chef am Rande einer Pressekonferenz eingeschaltet: Die SPÖ sei "kein Selbstverwirklungsseminar" und auch kein "Sesselkreis", fand Bürgermeister Michael Ludwig deutliche Worte zum Schlagabtausch zwischen Pamela Rendi-Wagner und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Wie berichtet, bezeichnete SPÖ-Chefin den burgenländischen Landeshauptmann in einem TV-Interview als "sehr inkonsequent" und "unehrlich". Noch am Montag hieß es aus dem Burgenland, "aus Respekt vor der vor den Mitgliedern und Funktionären, vor allem in OÖ, die im September eine wichtige Wahl zu schlagen haben", dass nichts mehr zur Diskussion beigetragen werde. Nur einen Tag später legte Doskozil am Rande einer Pressekonferenz nach: Dabei stufte er eine Nacherzählung eines persönlichen Telefonats als "Kindergartenniveau" ein, auf das er sich nicht begebe.

Zurück zur inhaltlichen Arbeit

"Manchmal ist es gut, wenn alle Unfreundlichkeiten ausgetauscht sind. Ich gehe davon aus, dass das jetzt abgeschlossen sein wird", hofft Ludwig auf ein Ende der Streitigkeiten. Er legte seinen Parteikollegen nahe, nun wieder an einem Strang zu ziehen. Trotz der gegenseitigen Vorwürfe kann sich Ludwig vorstellen, dass Rendi-Wagner und Doskozil wieder zusammen arbeiten können. Die Konzentration müsse wieder auf den Inhalten liegen.

Dass er die Partei interimistisch führt, kann sich Ludwig übrigens nicht vorstellen. Aber nicht nur das: "Ich kann ausschließen, dass ein Mitglied der Wiener Stadtregierung den Vorsitz übernimmt", erteilte der SPÖ-Wien-Chef gleich für alle Mitglieder der Stadtregierung eine Absage. Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke wird ja gerüchteweise als Kandidat für den SPÖ-Vorsitz im Bund gehandelt.

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