2022 durfte einer der besten Tennis-Spieler der Sporthistorie nicht an den Australian Open teilnehmen. Warum? Novak Djokovic hatte die dafür verpflichtende Covid-Impfung nicht, wurde über Tage während des anhaltenden Rechtsstreits in einem Hotel festgehalten und schließlich ohne Chance auf das Antreten abgeschoben.
Djokovic selbst erinnerte sich erst vergangenen Jänner mit Schaudern an den Eklat, der die Sport-Schlagzeilen drei Jahre davor über Wochen beherrscht hatte. Der Serbe habe immer noch ein Trauma davon.
Rückblick: Mitten während der Posse um den Superstar hatte sich ein britischer Journalist zu Wort gemeldet. Piers Morgan, bekannt und geradezu verschrien für seine oft grenzwertigen Kommentare, gab in dieser Zeit einen besonders bissigen über Djokovic ab. Er bezeichnete diesen unter anderem als "Lügner" und "Betrüger". Nun, dreieinhalb Jahre später, entschuldigt er sich beim ersten direkten Aufeinandertreffen.
Morgan: "Es hat sich für mich persönlich angefühlt." Mehrere Personen aus seinem Umfeld wären direkt betroffen gewesen. Aber, so der Brite: "Wenn ich jetzt reflektiere, lag ich falsch. Ich muss mich entschuldigen."
Wie reagiert Djokovic? Der Tennis-Profi hört sich die Ausführungen des Journalisten ruhig an, und akzeptiert die Entschuldigung: "Ich weiß deine Worte zu schätzen. Es zeigt, was du für ein Mensch bist."
Djokovic führt aus, wie er auf die Ereignisse zurückblickt: "Wir gingen alle durch die Hölle, global gesehen. Es war eine schwere Zeit. Ich war nie ein Impfgegner, immer nur für die Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen. Das wurde missinterpretiert. Es muss nicht immer so Schwarz-Weiß sein."
Über die verpassten Australian Open 2022 sagt er: "Ich hatte zwei oder drei Mal innerhalb von eineinhalb Jahren Covid. Ich habe mich natürlich damit beschäftigt und meine Nachforschungen betrieben. Ich hatte die Anti-Körper, war keine Gefahr für andere."