Im Zuge des Tarifstreits zwischen der Lufthansa und den Piloten sowie Co-Piloten steht erneut ein Streik in Raum. Ein in letzter Sekunde von der Fluglinie übermitteltes Angebot lehnte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ab.
Eine am Montag angebotene Schlichtung lehnte die Vereinigung Cockpit ab, daher stehen die Zeichen auf Streik. Der Zeitpunkt des Streiks im Linienbetrieb und im Cargo-Bereich soll mit einem Vorlauf von 24 Stunden bekannt gegeben werden. Einzige Einschränkung: Die Zeit von 24. bis 26. Dezember soll nicht betroffen sein.
Es würde sich bereits um den 14. Piloten-Ausstand seit April 2014 handeln, der letzte ging im September 2015 über die Bühne, bevor das Landesarbeitsgericht Hessen den Streik für unrechtmäßig erklärte.
Piloten wollen am Unternehmenserfolg teilhaben
Die Pilotengewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von mehr als einem Fünftel. Die Begründung ist, dass die Lufthansa in den letzten fünf Jahren fünf Milliarden Euro Gewinn eingefahren hat, während die Gehälter nicht mehr erhöht worden sei.
Laut Lufthansa wurde den Piloten eine Erhöhung der Vergütung von 2,5 Prozent für fünf Jahre angeboten, Vereinigung Cockpit hingegen spricht von einer Nullrunde, auch der Kaufkraftverlust werde nicht ausgeglichen.
"Es ist absolut unverständlich, warum die VC Streiks androht, die erneut auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden, anstatt mit uns in die Schlichtung zu gehen", sagte Lufthansa-Personal-Vorstand Bettina Volkens laut "Tagesspiegel". VC-Präsident Ilja Schulz konterte: "Fragen Sie mal Vorstandschef Carsten Spohr, warum er die Piloten nicht am Unternehmenserfolg teilhaben lassen will."