Luger will Prämie für "regionalen" Autokauf

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) schlägt ein Bonus-Malus-System beim Autokauf vor.
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) schlägt ein Bonus-Malus-System beim Autokauf vor.Picturedesk/APA
Spannender Vorschlag des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger im Zuge der MAN-Krise. Er fordert ein Bonus-Malus-System beim Autokauf. Und so geht das.

Noch ist nicht klar, wie es mit dem MAN-Werk in Steyr weitergehen soll. Der deutsche VW-Konzern, dem MAN gehört, will das Werk schließen, die Belegschaft lehnte mit einer großen Mehrheit eine Übernahme durch den Investor Siegfried Wolf ab (wir berichteten).

Nun meldet sich der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) in der Sache zu Wort und er will eine große Lösung, die vor allem den Wirtschaftsstandort Oberösterreich langfristig stärken könnte.

"Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Verantwortlichen in Bund und Land dermaßen schaumgebremst agieren. Ich verstehe auch nicht, warum weitgehend lediglich der Hoffnung Ausdruck verliehen wird, dass Investor Wolf an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Vielmehr müssen Verhandlungen mit allen interessierten Gruppen gefordert werden", so der Linzer Bürgermeister, der am Verhandlungstisch jedenfalls auch jene Investoren sehen will, die sich mehr als andere über die Zukunft der gesamten Region und des Planeten Gedanken gemacht haben.

Standortbezug bringt Bonus

Aber Luger will noch mehr: "Oberösterreich hat sich als Herz und Rückgrat des Wirtschaftsstandortes Österreich jedenfalls eine so herablassende Behandlung durch den VW-Konzern nicht verdient", meint das Linzer Stadtoberhaupt und fordert ein selbstbewussteres Engagement der Bundes- und Landesregierung.

"Immerhin wurden selbst im Krisenjahr 2020 mehr als 350.000 Kraftfahrzeuge in Österreich neu zugelassen, davon rund 78.000 der Marken VW, Skoda und Seat. Künftig könnte ein mehr oder weniger vorhandener Standortbezug von Kfz-Marken auch in einem Bonus-Malus-System, etwa bei Kaufförderung oder Abgabenverringerungen, Niederschlag finden", wünscht sich Klaus Luger alternative Denkmodelle.

Aber auch die Idee einer Interessentengruppe, am Standort Steyr das Herzstück eines „Green Mobility Clusters“ aufzubauen, gefällt Luger: "Neben Linz, das sich als Wasserstoff-Kompetenzzentrum Europas etablieren möchte, wäre dies eine zukunftsorientierte Ergänzung für den gesamten Industriestandort Oberösterreich", so der Linzer Stadtchef.

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