"Am Penis gezogen"

Lukas (4) missbraucht? Schwere Vorwürfe gegen Vater

Der Vater eines Vierjährigen sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Ein anonymes Schreiben belastet den Mann schwer.
Niederösterreich Heute
10.08.2026, 14:45
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Große Sorge um einen Buben in Niederösterreich! Der vierjährige Lukas (Name geändert) soll von seinem Vater misshandelt werden. Auf den Fall machte der Verein "StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt" aufmerksam.

Wie Gründerin Maria Rösslhumer gegenüber "Heute" verriet, soll der Vater seit März 2026 das alleinige Sorgerecht für den Buben haben. Nun langte am 28. Juli ein anonymes Schreiben, welches auch "Heute" vorliegt, beim Bezirksgericht Neunkirchen ein. Dieses hat es in sich, der Hinweisgeber spricht von massiver Gewalt gegen den Vierjährigen.

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Alkofahrt mit Kind

Der Verfasser gibt an, selbst Angst von dem Vater des Buben zu haben. Demnach habe er mit dem Mann zusammengearbeitet und dadurch auch Lukas kennengelernt. Laut dem Schreiben habe der Vater den Vierjährigen auf die Baustelle mitgenommen. Dabei sei der Beschuldigte "schlecht" mit dem Kind umgegangen.

Der Vater habe Lukas bei großer Hitze "viele Stunden" alleine in einen Transporter eingesperrt, während er mit anderen Männern von der Baustelle "viele Biere" getrunken habe. Später soll der Vater mit dem Kind im Auto weggefahren sein.

Watschen und Gewalt gegen Intimbereich

Dem nicht genug: Der Hinweisgeber erzählte von einer Situation bei dem der Vater seinem Sohn "zwei starke Watschen" verpasst haben soll. Dabei soll das Kind jedoch nicht geweint habe, was dem anonymen Verfasser komisch vorkam.

Der nächste Vorwurf sollte diesen Vorfall an Brutalität jedoch noch übertreffen: In dem Schreiben wird behauptet, dass Lukas seinen Vater um Hilfe beim Urinieren gebeten habe. Daraufhin habe der Mann genervt reagiert. Anschließend soll er dann "am Penis des Buben gezogen" haben. Dabei habe er die Kindsmutter verspottet und abfällige Bemerkungen über die Größe des Geschlechtsteils seines Sohnes gemacht. Der Hinweisgeber beendet sein Schreiben mit einem Hilferuf für den Vierjährigen.

Weitere Zeugen

Laut dem Verein würde zumindest der Transportervorfall von einer weiteren Quelle bestätigt werden. Dabei soll es sich ausgerechnet um eine Angehörige des Kindesvaters handeln. Die Frau habe den Vorfall beobachtet haben, traute sich damals aber nicht die Polizei einzuschalten.

Zudem soll sich auch am 26. April dieses Jahres eine Kinderärztin zu Wort gemeldet haben. Sie habe die Kinder- und Jugendhilfe verständigt, nachdem der Vater von Lukas ihr gegenüber aggressiv aufgetreten sei. Für den Vater gilt die Unschuldsvermutung.

Mit Sohn ins Ausland gefahren

Dem Verein zufolge sei es bedenklich, dass die Mutter des Vierjährigen trotz dieser Gefährdungsmeldung keine nachvollziehbare Rückmeldung darüber erhalten habe, welche konkreten Abklärungsschritte die zuständige Kinder- und Jugendhilfe gesetzt hat. Auch den Kindsvater selbst habe sie nicht erreichen können.

Besonders brisant: Der Vater habe seinen Sohn erst kürzlich auf eine Reise ins Ausland mitgenommen. Hier übt der Verein scharfe Kritik: "Wie kann ein vierjähriges Kind trotz einer Gefährdungsmeldung mit derart schwerwiegenden Vorwürfen mit jenem Elternteil auf Urlaub ins Ausland fahren, auf den sich die Vorwürfe beziehen?"

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.08.2026, 14:45