Mockridge packt aus

Luke gibt zu: "Sex mit so vielen Menschen wie möglich"

Luke Mockridge war ein gefeierter Comedystar, bis mehrere Frauen ihm sexuelle Gewalt vorwarfen. Jetzt spricht er erstmals in einem Interview darüber.

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Luke gibt zu: "Sex mit so vielen Menschen wie möglich"
Der Comedy-Star Luke Mockridge ist mittlerweile rehabilitiert.
IMAGO/Panama Pictures

Der bekannte deutsche Komiker Luke Mockridge (34) sprach in einem Podcast von SRF erstmals in einem Medieninterview darüber, wie es ihm ging, als ein Dutzend Frauen ihm sexuelle Gewalt vorgeworfen hatten und ein Verfahren gegen ihn lief. Der Ursprung für Mockridges Rückzug aus dem Fernsehen und der Öffentlichkeit geht auf einen "Spiegel"-Bericht vom September 2021 zurück. Darin warfen ihm Ex-Freundin Ines Anioli (36) und rund ein Dutzend weiterer Frauen sexuelle Gewalt vor. Selbst ein Hashtag – #konsequenzenfürluke – wurde gegen Mockridge erstellt und ging viral.

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"Ich habe mich existenziell wahnsinnig bedroht gefühlt"

Wegen mangelnder Beweise wurde das Verfahren gegen ihn schließlich eingestellt. Gegen die Zeitung "Spiegel" erwirkte Mockridge im Februar 2022 eine einstweilige Verfügung. Nach einer mehrmonatigen Pause und einem Klinikaufenthalt hatte Mockridge im Oktober wieder einen ersten TV-Auftritt.

Zu SRF-Moderator und Komiker Stefan Büsser sagt Mockridge: "Das ist etwas, was mir einfach anhaftet und das ist für einen Comedian natürlich Gift. Es ist eine Narbe, mit der ich leben muss." Als er sich erstmals mitten in der Corona-Pandemie mit den Vorwürfen konfrontiert sah, habe er ein Gefühl von absoluter Bedrohung empfunden, so Mockridge. "Da hab ich mich existenziell wahnsinnig bedroht, einsam und angegriffen gefühlt." Dass seine Freunde ihn "quasi zwangseingewiesen" haben, sei seine Rettung gewesen und er bezeichnet den Klinikaufenthalt als "Reha für die Seele".

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     Deutscher Comedypreis 2017, Luke Mockridge auf dem roten Teppich
    Deutscher Comedypreis 2017, Luke Mockridge auf dem roten Teppich
    imago images

    "Das hat Menschen in Situationen gebracht, die sie überrumpelt hat"

    Als Büsser ihn auf die Schuldfrage im Fall Ines Anioli anspricht, erklärt Mockridge, dass jeder einen Anteil habe. Seine Fehler sehe er in "ziemlich exzessivem Partyverhalten, was einfach drüber war und zu laut und Menschen irgendwie überfahren hat."

    Weiter sagt er: "Ich war jung und wollte ganz viel Sex, so viel wie möglich, mit so vielen Menschen wie möglich, weil das irgendwie meinen Wert definiert hat. Und das hat einfach Menschen in Situationen gebracht, die sie überrumpelt hat und die sie als übergriffig wahrgenommen haben." Dafür könne er nur um Entschuldigung bitten.

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      Schauspieler Florian David Fitz transportiert seinen Hund auf die etwas andere Art.
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      Instagram/florian.david.fitz
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