Bereits im Februar 2024 wurde es angekündigt, nun wird es ernst: Das "Goldene Quartier" in der Wiener City wird verkauft. Das Gebäudeensemble gehörte zur Signa Prime und damit zur insolventen Signa-Gruppe von René Benko. Wie "Heute" berichtete, soll 2024 dem Vernehmen nach die deutsche Industriellenfamilie Schoeller die Immobilie im Rahmen eines Paktes erworben haben.
Dennoch wird das "Goldene Quartier", das die beiden Gebäude "Am Hof 2" sowie den Tuchlaubenhof umfasst, nun verkauft. Zahlreiche Luxusmarken sind in der exklusiven Immobilie derzeit untergebracht. Vor kurzem wurde auch bekannt, dass das britische Luxus-Label Hackett London im Sommer hier einen neuen Store eröffnet – "Heute" berichtete.
Das Unternehmen CBRE wurde nun exklusiv mit der Durchführung des Verkaufsprozesses beauftragt, wie in einer Aussendung informiert wurde. Die denkmalgeschützte Immobilie umfasst rund 18.200 Quadratmeter vermietbare Fläche (davon rund 11.500 Gewerbe- und Geschäftsflächen) und wurde bereits 2013 generalsaniert. Zu den Mietern zählen internationale Luxusmarken wie Dior, Valentino, Bottega Veneta, Giorgio Armani, Miu Miu, Alexander McQueen, Etro, Zegna oder Rimowa.
"Das 'Goldene Quartier' ist nicht nur eine der prominentesten Immobilien Österreichs, sondern auch ein international beachtetes Trophy Asset mit außergewöhnlicher Strahlkraft. Vergleichbare Liegenschaften sind in dieser Form in Europa kaum verfügbar und kommen nur in besonderen Situationen auf den Markt. Eine einmalige Chance für Investoren, ein solches Asset zu erwerben", so Lukas Schwarz, Managing Director von CBRE Österreich.
Neben hochwertigen Geschäftsflächen verfügt das Objekt auch über repräsentative Büros, die an bonitätsstarke Unternehmen vermietet sind. "Investoren suchen verstärkt nach Core-Assets in absoluten Spitzenlagen; diese sind allerdings nur äußerst selten am Markt verfügbar. Das 'Goldene Quartier' vereint einzigartige historische Qualität mit nachhaltiger Ertragsstärke und einer stabilen Mieterstruktur", sagt Schwarz.
Das Gebäudeensemble wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und im Zuge einer umfassenden Neupositionierung nach Plänen von HNP Architects im Jahr 2013 revitalisiert. Experten schätzen den Gesamtwert auf rund 451 Millionen Euro. Die Wohnungen im Areal werden am Immobilienmarkt dem oberen Luxussegment zugeordnet. Die Spitzenquadratmeterpreise sollen hier bei rund 30.000 Euro (!) liegen.