Als eine der wenigen Frauen in der RTL-Show "7 Tage, 7 Köpfe" stand Gaby Köster damals regelmäßig zwischen zahlreichen männlichen Kollegen auf der Bühne. Hinter den Kulissen habe sie viel Rückhalt bekommen, wie sie in einem aktuellen Gespräch erzählt: "Die waren total süß zu mir, weil ich da eben auch Angst hatte. Und die haben mich dann gedrückt. Und die haben gesagt: Die tun dir da draußen nichts, mach einfach, und fertig."
Doch nicht alle Erlebnisse aus dieser Zeit waren angenehm. Wie TAG24 unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sprach die 64-Jährige auch über respektloses Verhalten: "Da erlebt man auch sehr viel Elend und hat auch gerade mit solchen Dingen zu tun, mit Popoklatschern und so." Bei solchen Situationen habe sie sich sofort gewehrt: "Bei mir war das so ein Automatismus, ich habe mich dann direkt umgedreht und die Hand weggeschlagen."
Für Gaby Köster wurde die Bühne zur wichtigsten Schule ihres Lebens. Mit den Jahren habe sie immer stärker verstanden, welche Wirkung ihre Stimme als Frau in der Comedy-Branche hatte. "Je älter ich wurde, desto mehr habe ich gemerkt, dass es schon politisch ist, was ich tue", erklärt sie.
Sie habe durch ihren Beruf die Möglichkeit, Themen anzusprechen, die andere nicht aussprechen könnten: "Ich arbeite nicht im Büro und habe die Möglichkeit, Dinge zu sagen, die andere Menschen nicht sagen können."
Auch nach ihrem Schlaganfall im Jahr 2008 ließ sich die Kölnerin nicht stoppen. Heute sitzt sie im Rollstuhl, steht aber weiterhin voller Energie auf der Bühne und feiert ihr Comeback.
In der neuen Kino-Doku "Was haben wir gelacht" erinnert sie sich außerdem unter anderem auch mit Kolleginnen wie Hella von Sinnen, Maren Kroymann, Esther Schweins oder Iris Berben an ihre Karrieren als Frauen in der Branche zurück.