Täglich werden in OÖ derzeit zehntausende PCR-Tests durchgeführt, Ende vergangener Woche waren es fast 47.000.
Im Schnitt kostete ein Test (Kit, Analyse) im Jänner knapp 10 Euro. Heißt: Pro Woche hat das Land hier also Kosten in Millionenhöhe.
Und das, obwohl Testergebnisse oft zu spät oder gar nicht ankommen. Zuletzt verzeichnete das neue Programm „Oberösterreich gurgelt“ im Jänner eine Fehlerquote von 13 Prozent. Unterm Strich ist das System teuer und unzuverlässig.
LH Stelzer stellt die Teststrategie deshalb jetzt infrage. Gegenüber "Heute" sagt er am Sonntag: "Aufgrund der neuen Situation mit sehr hohen Inzidenzen und gleichzeitig milderen Verläufen sollte es zu einer Neuaufstellung der Teststrategie kommen." Zum einen würden die die flächendeckenden Gratistests "sehr viel Steuergeld verschlingen", so Stelzer.
Und: "Zum anderen sollte man insbesondere gemeinsam mit Experten auch die Schutzwirkung von flächendeckenden Tests hinterfragen."
Die Tests würden schließlich nur angeben, ob man vor 24 Stunden negativ gewesen sei. Stelzer fordert deshalb vom Gesundheitsministerium einen bundesweiten Vorschlag zu einer neuen Strategie.
Im Gesundheitsministerium ist man bei dem Thema zurückhaltend. Man wolle an den Gratis-Tests "mindestens bis Ende März" weiter festhalten, hieß es zuletzt aus Wolfgang Mücksteins Ressort.