Die 12-Jährige und ihre 15-jährige Freundin hinterließen in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Spur der Verwüstung in Linz. Bei insgesamt 13 Pkw schlugen die beiden Teenager die Seitenscheiben ein und stahlen dann daraus hauptsächlich Kleingeld und "Klein-Elektrogeräte".
Zeugen gaben danach an, dass sie auch einen dritten Täter gesehen haben, dieser konnte jedoch flüchten.
Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf und konnte die beiden Mädchen schließlich in einer Wohngruppe in Linz ausforschen und festnehmen.
Wie die Polizei nun am Dienstag gegenüber "Heute" erklärte, wurden die beiden inzwischen befragt. Sie zeigten sich bei der Einvernahme geständig und gaben an, alleine gehandelt zu haben. Ihr Motiv sorgt für Kopfschütteln. "Langeweile" habe sie zu der Tat getrieben, so die beiden gegenüber der Exekutive.
Soll die Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre herabgesetzt werden? Darüber tobt seit Wochen eine heftige Diskussion auch innerhalb der Koalition in Wien. Die ÖVP sprach sich wie die FPÖ zuletzt dafür aus, die Grünen und die SPÖ sind dagegen.
Der Fall könnte auch die Debatte über die Strafmündigkeit erneut anheizen. Seit Monaten wird ja heftig diskutiert, ob die Altersgrenze dafür von 14 auf 12 Jahre herabgesetzt werden soll. Die FPÖ fordert das schon seit Jahren, nach dem Missbrauch eines Mädchens in Wien schwenkte auch die ÖVP auf diese Linie um. Auch Experten sprechen sich aufgrund aktueller Entwicklungen teilweise dafür aus. Justizministerin Alma Zadić (Grüne) sprach sich im Bundesrat hingegen dagegen aus, dass Täter nach Verbrechen schon ab 12 Jahren gestraft werden können.