Auszug steht an

Bruch mit Orban – Magyar verlegt Ungarns Regierungssitz

Der designierte ungarische Regierungschef Peter Magyar zieht aus dem Burgkloster aus – ein Symbol seines Bruchs mit dem System Viktor Orban.
Newsdesk Heute
16.04.2026, 20:32
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Peter Magyar hat einen symbolträchtigen Umzug des ungarischen Regierungssitzes angekündigt. Das Büro des Ministerpräsidenten werde künftig "in einem Ministeriumsgebäude in der Nähe des Parlaments untergebracht sein", erklärte der künftige Regierungschef auf Facebook.

Magyar, der bei der Parlamentswahl am 12. April eine Zweidrittelmehrheit errungen hat, tritt sein Amt im Mai an. Mit der Verlegung will er einen deutlichen Schlussstrich unter die Ära seines Vorgängers ziehen.

Wie n-tv.de berichtet, hatte Viktor Orban sein Büro in einem ehemaligen Karmeliterkloster auf der Budaer Burg eingerichtet. Das Kloster aus dem 18. Jahrhundert thront auf dem UNESCO-Weltkulturerbe-Hügel von Buda, hoch über der Donau.

Symbol für Machtmissbrauch

Orban posierte mit ausländischen Amtskollegen wiederholt auf dem Balkon des Klosters vor spektakulärer Aussicht. Für die Öffentlichkeit blieb das Gebäude jedoch seit dem Einzug der Regierung gesperrt – es wurde für die Opposition zum Symbol einer abgeschotteten und von der Bevölkerung entfernten Macht.

Orban, der nach 16 Jahren an der Macht abgewählt wurde, hat derweil seine Teilnahme an seinem letzten EU-Gipfel am 23. und 24. April in Zypern abgesagt. Als Grund nannte Europaminister Janos Boka "Pflichten im Zusammenhang mit der Regierungsübergabe" in Budapest.

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