Mittwochabend fand im noblen Palais Daun-Kinsky in der Wiener Innenstadt eine Vernissage zur Frühlingsauktion am 5. und 6. April statt. Klassische Moderne und Zeitgenössische Kunst waren zu bestaunen, die Veranstaltung war gut besucht.
Unter den Gästen war auch eine 73-jährige Wienerin in Begleitung ihres 14-jährigen Malteser-Hundes. Nachdem in den Räumlichkeiten keine Hunde erlaubt sind, hatte die Pensionistin das kleine Fellknäuel vor der Galerie angeleint. Brav wartete der Malteser dort auf sein Frauchen.
Gegen 20 Uhr platzte ein betrunkener Wiener in die Veranstaltung, pöbelte laut Polizei die Gäste an. Er wurde daraufhin von Sicherheitsmitarbeitern nach draußen komplimentiert. Das erregte offenbar den Zorn des ungebetenen Gastes. Mehrfach soll der laut Polizei bereits wegen Gewaltdelikten amtsbekannte Wiener auf das wehrlose Tier eingetreten haben. Eine Besucherin wurde Zeugin der Tat und alarmierte umgehend den Sicherheitsdienst. Der Tierquäler flüchtete daraufhin.
Weit kam der Betrunkene nicht: Im Zuge der Alarmfahndung wurde der Wiener wenig später auf der Ringstraße erwischt und festgenommen. Ein Alko-Test ergab stolze 1,9 Promille! "Der Verdächtige streitet die Tat vehement ab. Er könne sich nicht an einen Hund erinnern", so Polizeisprecher Christopher Verhnjak. Der Mann wird wegen Tierquälerei angezeigt. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft.