Sportmix

Mama von Bronze-Held lag auf Corona-Intensivstation

Olympia-Held Shamil Borchashvili und seine Familie haben eine ganz besondere Beziehung. Vor allem seiner Mutter steht der Bronze-Judoka sehr nahe.
Phillip Platzer
28.07.2021, 17:50

Der gebürtige Tschetschene holte in der Judo-Klasse bis 81 Kilo sensationell Bronze. Nach unzähligen Interviews und Foto-Terminen schnaufte der 26-Jährige im ORF-Talk durch: "Jetzt rufe ich zuerst einmal meine Mama an!"

Mama Borchashvili hat gleich doppelten Grund zur Freude, denn vor ein paar Wochen ging es Malika gar nicht gut. Die Mutter des Olympia-Helden musste wegen eines schweren Verlaufs über eine Woche auf der Corona-Intensivstation verbringen.

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Davor hielt die Familie Corona für gar nicht so gefährlich, verrät Sohn Shamil in der Kleinen Zeitung. Mittlerweile ist alles wieder gut, auch die Mutter ist wieder ganz gesund.

Die Bronze-Medaille ihres Sohns hat Mama Borchashvili nicht live im TV gesehen, sie sei zu aufgeregt, wenn Shamil auf der Matte steht. "Sie hatte schon sehr viele Tränen vergossen", berichtet der Judoka vom ersten Telefonat mit seiner Mama.

Vom Flüchtling zum Olympia-Helden

Als Neunjähriger kam Borchashvili als Flüchtlingskind nach Österreich, lebte in Traiskirchen. Später fand seine Familie in Wels ein neues Zuhause. Shamils Bruder Kimran Borchashvili brachte ihn mit Judo in Kontakt. Auch sein jüngerer Bruder Wachid steht auf der Matte.

In seinem 19. Lebensjahr wurde Shamil österreichischer Staatsbürger, seine Brüder wurden gleichzeitig eingebürgert. Im Judo arbeitete er sich in die Weltspitze hoch – krönte seine Laufbahn jetzt mit Olympia-Bronze. "Sie haben unheimliches Potenzial", meinte schon Judo-Ikone Sabrina Filzmoser vor den Spielen.