"Man spürt auch in unserer Branche die Kriegsstimmung"

Viktor Gernot betreibt "seine" Praterbühne seit vergangenem Jahr.
Viktor Gernot betreibt "seine" Praterbühne seit vergangenem Jahr.(c) imago images/Rudolf Gigler
Viktor Gernots Praterbühne steckt mitten in der zweiten Saison. Am 3., 4. und 5. August wird er dort selbst mit seinem neuen Soloprogramm auftreten.

"Die ganze Szene leidet sehr", meint Viktor Gernot im Gespräch mit "Heute", "man spürt auch in unserer Branche, dass den Leuten zum Teil das Geld ausgeht, Angst vor Ansteckungen und dass es eine gewisse Kriegsstimmung gibt." Mit seinem neuen Programm „SCHIeFLIEGEN“ tritt der Kabarettist heute, morgen und am Freitag um 19.30 Uhr auf "seiner" Praterbühne auf.

"Es ist ein Programm, bei dem man sehr befreit auflachen kann und man für eine kurze Zeit vergisst, dass die Welt im Augenblick einen ganzen Haufen Probleme hat."

Dort versucht er dem angespannten Zeitgeist zu trotzen: "Es ist ein Programm, bei dem man sehr befreit auflachen kann und man für eine kurze Zeit vergisst, dass die Welt im Augenblick einen ganzen Haufen Probleme hat", meint Gernot. Doch beim „SCHIeFLIEGEN“ geht es nicht wie dem ersten Anschein nach um Sport: „Es geht darum, wie es ist, wenn man schief liegt. Dass man auf der falschen Fährte ist und sich Fehler eingestehen muss.“

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Seine Beteiligung an der Praterbühne, die Gernot seit 2021 mit zwei Partnern betreibt, war aber sicher kein Fehler: „Die haben mich an Bord geholt, damit ein Name vorne steht und jemand mit Insiderwissen dabei ist“, so Gernot, „aber das Spielen, macht mir schon am meisten Spaß.“ Neben seiner Tätigkeit in der Praterbühne kehrte der Kabarettist auch jüngst in der Volksoper mit dem Musical "La Cage aux Faulles" wieder zu seinen Wurzeln zurück: "Es war sehr schön. Wir haben jeden Abend stehende Ovationen gehabt und die Bude war ausverkauft. Was für die Branche auch sehr sehr besonders ist in Zeiten wie diesen."

Viktor Gernot - ein Tausendsassa

Kabarett, Musical, Fernsehen - Viktor Gernot ist ein echter Tausendsassa. Doch bleibt da dann überhaupt noch ein bisschen Freizeit übrig? "Ja, jetzt wo ich Anfang Juni das Baby geboren habe geht es. Also mein Soloprogramm. Jetzt ist wieder Zeit", lacht Viktor Gernot, "Es war eine sehr intensive Zeit, aber jetzt ist es leichter." Für die drei Auftritte in der Praterbühne gibt es noch Restkarten.

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