Meteorologen mit Ansage:

"Das wird ein Tag für die Wetter-Geschichtsbücher"

Österreich glüht: Wien knackt schon am Vormittag die 30-Grad-Marke, bis zu 40 Grad sind möglich. "Das wird ein Tag für die Wetter-Geschichtsbücher".
Wetter Heute
31.07.2026, 15:35
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nicht nur der Osten wird bei dieser neuen Hitzewelle gegrillt. Auch ganz im Westen, in Bregenz, ist dieser Sommer außergewöhnlich. In der Vorarlberger Landeshauptstadt gab es bereits am Donnerstag den 30. Hitzetag des Jahres.

"So viele wie noch nie seit Messbeginn", melden die Experten der Unwetterzentrale UWZ diesen neuen Rekord. Auch Wien, Graz, Salzburg, Klagenfurt und Linz liegen demnach heuer alle in den Top 10 ihrer jeweiligen Messreihe.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Und es kommt noch dicker. In der Bundeshauptstadt Wien wurden die 30 Grad bereits um 9 Uhr morgens gemessen. "Etwa 39 Grad werden es heute", informieren die Meteorologen. Auch im Rest Österreichs werden verbreitet 35 Grad und mehr erwartet.

Die Temperaturkarten glühen entsprechend in tiefem Rot oder Violett. "Manchen mag die Farbgebung triggern, aber es ist einfach extrem", kommentiert die UWZ die Prognose.

Auch ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber ist überzeugt: "Das wird heute ein Tag für die Wetter-Geschichtsbücher: Der heißeste Julitag in Österreichs Messgeschichte steht uns bevor."

Seine Prognose deckt sich mit jener der UWZ: In allen Bundesländern erwarten wir über 35 Grad. Im Osten werden es 39 Grad, vereinzelt sind sogar 40 Grad möglich.

Im Westen bilden sich am Nachmittag ein paar Schauer und Gewitter. Dabei ist lokal mit großen Regenmengen, Hagel und Sturmböen aus West zu rechnen. Im östlichen Bergland bilden sich nur vereinzelt Hitzegewitter.

Klimawandel spielt voll rein

Die Zunahme der Hitzetage in den Landeshauptstädten in den letzten Tagen wird offenbar von vielen Laien immer noch rein der "Zubetoniererei" zugeschrieben. So einfach ist es aber nicht, der menschengemachte Klimawandel spielt dabei ebenfalls eine große Rolle.

Das zeigen die UWZ-Meteorologen in einem eigenen Beitrag, in dem sie auf "Kommentare, die die beobachteten Erwärmungstrends mit dem städtischen Wärmeinseleffekt erklären wollen", reagieren.

Sie zeigen dazu den Temperatur-Trend für den Sonnblick. Dort wird in rund 3.106 Metern Höhe seit 1886 gemessen. Die einzige 'Verdichtung' dort oben ist der Fels. Auch fernab jeder Bebauung – kein Beton, kein Verkehr, zeigt sich derselbe Erwärmungstrend", erklären die Experten.

Die weitere Prognose im Detail

Der Samstag startet laut UBIMET im Westen mit einigen Wolken und mit ersten Schauern und Gewittern. Abseits davon überwiegt meist der Sonnenschein. Im Tagesverlauf bilden sich im Berg- und Hügelland sowie im Mühl- und Waldviertel Quellwolken und anschließend Schauer und teils kräftige Gewitter. Im Flachland bleibt es hingegen häufig trocken und sonnig. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Osten zeitweise lebhaft aus Süd. Die Hitze hält weiterhin an mit Höchstwerten zwischen 28 und 37 Grad.

Am Sonntag halten sich besonders im Bergland sowie im Mühl- und Waldviertel Restwolken, am Vormittag setzt sich die Sonne durch. Ab Mittag nimmt die Gewitterneigung an der Alpennordseite und im zentralen Bergland rasch wieder zu. Insbesondere im Westen fallen die Gewitter kräftig aus mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Abseits davon, etwa von Unterkärnten bis ins Burgenland und im östlichen Flachland, scheint weiterhin häufig die Sonne. Die Höchstwerte liegen zwischen 29 und 36 Grad.

Der Montag bringt im Osten und Südosten anhaltend trockenes, sonniges und sehr heißes Wetter. Von Vorarlberg bis ins Waldviertel sowie generell im Bergland bilden sich im Tagesverlauf neuerlich Schauer und lokal kräftige Gewitter, dabei ist mit großen Regenmengen in kurzer Zeit und vereinzelt auch mit Hagel zu rechnen. Abseits davon weht mäßiger Wind aus Süd bis Südost. Die Temperaturen steigen auf 31 bis knapp 40 Grad.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 31.07.2026, 15:56, 31.07.2026, 15:35