Skulpturen für Riesen-Picknick

Mandarine und XXL-Schlapfen – neue Kunst im Gemeindebau

Im Innenhof eines Wiener Gemeindebaus sorgt eine neue Kunst-Installation für Aufsehen. Die ungewöhnliche Picknick-Szenerie lädt zum Entdecken ein.
Wien Heute
02.08.2026, 17:13
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Wer durch den Innenhof des Gemeindebaus an der Ljuba-Welitsch-Promenade in Wien-Landstraße spaziert, dürfte derzeit zweimal hinschauen. Dort liegt eine riesige Picknickdecke mit übergroßen Alltagsgegenständen: eine geschälte Mandarine, eine Amphore, ein Babyfläschchen, ein Hausschlapfen und sogar eine gewaltige Schachfigur.

Die neue Installation der Wiener Bildhauerin Michèle Pagel trägt den Titel "Picknick am Wegesrand" und soll zum Entdecken einladen. Zwischen den Betonobjekten sitzen Tiere aus Bronze – darunter Schnecken, Bienen, Marienkäfer, Libellen und Nachtfalter.

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Ein Picknick aus Sicht der Tiere

Die Künstlerin stellte sich vor, wie Tiere die Reste eines menschlichen Picknicks entdecken und diese rätselhaften Gegenstände zu verstehen versuchen. Deshalb wirken die Objekte bewusst übergroß und leicht verfremdet.

Besonders auffällig ist die riesige Schach-Dame, die als Symbol für Stärke und Selbstbestimmung gedacht ist. Auch die Mandarine hat eine doppelte Bedeutung: Sie erinnert nicht nur an eine Frucht, sondern auch an einen Globus.

Kunst aus Beton und Bronze

Alle Gegenstände wurden von Pagel selbst modelliert und anschließend aus eingefärbtem Beton gegossen. Die Tiere bestehen aus patinierter Bronze und wurden ebenfalls von Hand gefertigt.

Die Installation steht auf einem Gelände, das früher eine wilde Grünfläche mit vielen Insekten und Tieren war. Mit dem Kunstwerk möchte die Bildhauerin an diesen Lebensraum erinnern und gleichzeitig zeigen, dass der Wiener Gemeindebau mehr sein kann als nur ein Wohnort – nämlich auch ein Platz für Kunst, Begegnung und neue Perspektiven.

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