Mann in falschem Grab am Zentralfriedhof bestattet

Verwechslungs-Chaos am Wiener Zentralfriedhof
Verwechslungs-Chaos am Wiener ZentralfriedhofANNIEV KOSTA / APA / picturedesk.com
Ein Wiener sollte am Mittwoch seinen letzten Ruheort finden. Der Sarg war allerdings verschwunden – er war bereits im falschen Grab beigesetzt worden. 

Ein kurioses Verwechslungs-Drama spielte sich vergangene Woche am Wiener Zentralfriedhof ab. Die Familie eines Wieners wollten den Verstorbenen begraben, das Begräbnis konnte allerdings nicht stattfinden – der Leichnam war plötzlich verschwunden. In der Kühlhalle, wo der Verstorbene auf seine letzte Ruhestätte wartete, war der Sarg nicht aufzufinden. 

Verstorbener wurde im falschen Grab beigesetzt

Wie sich herausstellte, war der Verstorbene bereits einige Tage zuvor im falschen Grab und unter falschem Namen beigesetzt worden. Er wurde in einem fremden Grab einer Frau samt Trauerfeier mit ihrer Familie begraben. Die eigentliche für dieses Grab vorgesehene Frau befand sich noch in der Leichenhalle und wartete immer noch auf ihre Bestattung. 

Es dürfte sich beim Ablauf des privaten Bestattungsunternehmen ein Fehler eingeschlichen haben. Im Gespräch mit "Heute" berichtet dessen Geschäftsführer: "Irgendwo ist uns ein bedauerlicher Irrtum unterlaufen. Wir kontrollieren an mehreren Stationen die Identität des Verstorbenen, in der Kühlhalle und vor der Beisetzung. Der Sarg ist mit Namen beschriftet. Wir ermitteln momentan, wo genau der Fehler passiert ist."

Familien bekommen zweite Trauerfeier

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Am kommenden Freitag soll die Sache schließlich berichtigt werden. Der falsch Begrabene soll exhumiert und umgebettet werden, die wartende Wienerin soll endlich ihre letzte Ruhestätte finden. Die Familie des Mannes kann ihren Hinterbliebenen endlich betrauern, auch die Familie der Frau bekommt eine zweite Feier, diesmal mit der richtigen Person. 

"Die Familien waren zum Glück ausgesprochen verständnisvoll. Der Vorfall ist uns wirklich unangenehm, in Zukunft werden wir noch strenger kontrollieren. Wo Menschen arbeiten, passieren leider manchmal Fehler", erzählt der Geschäftsführer des Bestattungsunternehmens. 

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