Bogi hatte es am Donnerstag ziemlich eilig. Die Wienerin nutze die Öffis, um am Bahnhof Meidling umzusteigen, als sie für einen kurzen Moment alles ausblendete. Schuld daran war ein Straßenmusiker, der die Dame zu Tränen rührte.
In Windeseile huschte die Wienerin am Donnerstag durch die U-Bahn-Hallen, ein Musiker brachte sie dann plötzlich aus dem Konzept: "Ein junger, unglaublich talentierter Mann mit schwarzen Haaren spielte Cello. Beim Vorbeigehen habe ich kurz lauschen können, es war himmlisch, ich habe am ganzen Körper Gänsehaut bekommen und mir stiegen (komischerweise) die Tränen in die Augen."
Wenig später saß Bogi bereits im U-Bahn-Waggon, konnte allerdings an nichts anderes mehr denken: "Ich wollte so gern wieder zurück, um ihm persönlich zu sagen, wie toll er spielt. In unserem grauen, unfreundlichen Wien machen genau solche Leute wie er und andere Straßenmusikanten und Künstler unseren Alltag und unsere Hauptstadt etwas freudiger und bunter, auch wenn nur für einen kurzen Moment ist."
Die Wienerin zeigt sich im "Heute"-Gespräch einfach nur dankbar: "Es sind die kleinen Dinge, die zählen. Respekt an alle Leute, die den Mut haben sich da hinzustellen, um durch ihren Beitrag etwas Nettes zu leisten! Absolut nichts Selbstverständliches!"
Auf "Heute"-Anfrage bei den Wiener Linien, löst der städtische Verkehrsbetrieb schließlich auf "Es freut uns außerordentlich, dass unsere U-Bahn-Stars für so viel Begeisterung sorgen. Das Lob leiten wir sehr gerne an besagten Künstler weiter – es handelt sich dabei um 'Teddy Bear Cove'."