Passiert ist der Vorfall am Mittwoch gegen 10.30 Uhr in einem Supermarkt in Gmunden. Eine Angestellte erwischte einen Mann beim Stehlen.
Zwei Mitarbeiter versuchten, den mutmaßlichen Dieb festzuhalten und ihm die eingesteckte Ware abzunehmen. Der Mann hatte aber andere Pläne: Er riss sich los, schubste die beiden Angestellten zur Seite und floh.
15 Minuten später war die Polizei im Geschäft. Die Beamten leiteten eine Fahndung ein. Bald konnte ein 34-jähriger Ukrainer aus dem Bezirk Gmunden in der Nähe des Tatortes festgenommen werden.
Bei einer ersten Einvernahme verweigerte er die Aussage. Er wurde in die Justizanstalt Wels gebracht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Staatsanwältin Barbara Rumplmayr erklärt "Heute" gegenüber die juristischen Hintergründe: "Es handelt sich um einen räuberischen Diebstahl, da der Mann mit der gestohlenen Ware flüchten wollte und die Angestellten weggeschubst hat." Auf die Straftat stehen bis zu fünf Jahre Haft.
Hätte der 34-Jährige Putzmittel und Deo zurückgegeben, wäre es beim einfachen Diebstahl geblieben. Dieser wird mit bis zu sechs Monaten Häfn oder einer Geldstrafe geahndet.
Nun muss die Polizei aber erst die Ermittlungen abschließen, bevor es zu einer Anklage kommen kann. Wie lange das dauern wird, ließe sich im Moment noch nicht sagen, erklärt Rumplmayr.
Ein Diebespaar ging der Polizei vergangene Woche in Wien ins Netz. Eine 31-jährige Frau und ein 37-jähriger Mann aus Ungarn werden verdächtigt, gestohlene Gegenstände, wie beispielsweise Kinderwägen und Kinderräder, über das Internet verkauft zu haben.
In einem Keller im Bezirk Ottakring konnten mehr als 60 Gegenstände sichergestellt werden. Vier Diebstähle konnten den beiden bereits nachgewiesen werden. Die Zuordnung der Gegenstände ist nun Gegenstand von weiteren Ermittlungen