Ein schockierender Vorfall in Vinča, einem Vorort von Belgrad, hat die serbische Öffentlichkeit erschüttert. Ein 39-jähriger Mann ist am Dienstagabend nach einem Angriff durch einen Wespenschwarm gestorben. Die Insekten stachen ihn mehrfach in den Kopf und in den Hals, woraufhin ihm plötzlich schlecht wurde.
Der Mann wurde sofort in das Gesundheitszentrum von Kaluđerica gebracht, wo die Ärzte alles versuchten, um ihn zu retten. Leider verstarb er kurz darauf an den Folgen der schweren Stiche. Der tragische Fall wirft erneut die Frage auf, wie gefährlich Wespenstiche sein können und wie man im Ernstfall richtig reagiert.
Wie "Telegraf" berichtet, erklärte der Experte für Schädlingsbekämpfung Vladica Stanković, dass Wespenkolonien besonders dann gefährlich werden, wenn sie sich bedroht fühlen. Sie setzen Alarmstoffe frei, die den gesamten Schwarm aktivieren und zu zahlreichen Stichen führen können.
Laut Stanković kann bereits ein einzelner Stich bei Allergikern zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. Dabei werden große Mengen Histamin im Körper freigesetzt, was zu einem drastischen Blutdruckabfall und schweren Atemproblemen führen kann. Besonders gefährlich sei es, wenn der Stich im Bereich von Kopf, Hals oder großen Blutgefäßen erfolge.
Stanković rät, nach einem Stich sofort ein Antiallergikum einzunehmen, um dem Körper Zeit zu verschaffen, bis ärztliche Hilfe eintrifft. Wer nicht allergisch ist, müsse sich zwar auf Schmerzen und Unwohlsein einstellen, doch Lebensgefahr bestehe dann in der Regel nicht.
Nach Angaben von Nachbarn wollte der Verstorbene nur einer frischgebackenen Mutter beim Umstellen eines Tisches helfen. Dabei bemerkte niemand, dass sich im Inneren des Möbelstücks ein Wespenschwarm eingenistet hatte. Als er den Tisch bewegte, griffen die Wespen sofort an. Die Stiche führten binnen Minuten zu schweren Symptomen.
Der Serbe hinterlässt drei Kinder und seine Ehefrau. Für das gesamte Viertel bleibt der tragische Vorfall ein schwerer Schicksalsschlag.