Vor seiner Familie

Mann trägt Antifa-Shirt – dann wird er verprügelt

Eine Grillerei an einem Schweizer See endete blutig: Ein Mann wurde von sieben Angreifern verprügelt. Er vermutet "Neonazis" hinter der Attacke.
Newsdesk Heute
05.07.2026, 21:56
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Am Samstagnachmittag kam es am Ufer des Genfersees in Lausanne zu brutalen Szenen: Ein Mann wurde vor den Augen seiner Familie von sieben Angreifern attackiert und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Auch die Polizei wurde eingeschaltet. Auslöser soll ein T-Shirt gewesen sein.

Demnach hätte sich der Mann zuvor mit seiner Familie an dem Seeufer niedergelassen, um zu grillen, erzählt seine Schwägerin gegenüber "20 Minuten". Dabei habe das spätere Opfer ein T-Shirt mit der Aufschrift Antifa getragen. Dieses dürfte auch anderen Leuten vor Ort aufgefallen sein.

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Schläge und Tritte

Zunächst hätten sich nämlich zwei sehr muskulöse und stark tätowierte Männer genähert. Anfangs seien sie nur vorbeigegangen, beim zweiten Mal hätten sie dann schon böse geschaut, so die Frau. Ihr Schwager hätte anhand der Tattoos erkannt, dass die Männer zu einer Neonazi-Bewegung gehören und gemeint, dass ihnen das T-Shirt nicht gefallen würde. Damit dürfte der Mann recht gehabt haben.

Später seien die Männer nämlich wieder zurückgekommen – mit Verstärkung. Insgesamt sieben Angreifer seien auf den Mann losgegangen, als dieser der Aufforderung, sein Antifa-Shirt auszuziehen, nicht nachkam. Die Männer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren hätten ihn zu Boden geschlagen und ihn mit Tritten malträtiert. Einer soll auch eine Krücke als Schlagwaffe eingesetzt haben.

T-Shirt als "Trophäe" mitgenommen

Der Angriff war erst beendet, als die Männer dem Opfer das T-Shirt vom Leib gerissen hatten. Dieses hätten sie als eine Art "Trophäe" mitgenommen. In der Zwischenzeit hatte der Ehemann der Schwägerin schon die Polizei gerufen. Als die Beamten eintrafen, war die Gruppe jedoch schon geflüchtet.

Das Opfer erlitt Verletzungen im Gesicht und musste die Nacht im Krankenhaus verbringen. Auch eine Operation könnte zur vollständigen Genesung notwendig werden. Seine Familie sei aufgrund des brutalen Angriffs "schockiert".

Die Polizei sagte gegenüber "20 Minuten", dass das Opfer keine Ambulanz angefordert habe, um ins Spital zu gelangen. In diesem Stadium würden die Behörden nun auf eine Anzeige warten, ansonsten wird es nicht zu einem Strafverfahren kommen.

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