Aus dem Lalique-Museum im elsässischen Wingen-sur-Moder wurden Schmuckstücke im Wert von mehreren Millionen Euro gestohlen. Laut Ermittlerkreisen sind rund 20 Schmuckstücke verschwunden.
Der Schaden wird noch genau geschätzt, dürfte aber mehrere Millionen Euro ausmachen, "vermutlich um die vier Millionen". Der oder die Täter sind gegen 5.30 Uhr gewaltsam ins Museum eingedrungen.
Sie haben sich direkt in den Schmucksaal begeben, dabei wurde eine Alarmanlage ausgelöst. Während das Sicherheitsunternehmen die Lage kontrolliert hat, ist schon eine Reinigungskraft zum Tatort gekommen und hat die Gendarmerie verständigt.
Die Ermittler schauen sich jetzt die Aufnahmen der Überwachungskameras genau an. Das Museum selbst hat in den sozialen Medien nur bekannt gegeben, dass es Opfer eines Einbruchs geworden ist und für einige Tage geschlossen bleibt.
Die Schließung soll eine Wiedereröffnung "in Ruhe und in völliger Sicherheit" ermöglichen. Das Museum, das 2011 eröffnet wurde, ist dem berühmten Schmuck- und Glaskünstler René Lalique gewidmet, der von 1860 bis 1945 gelebt hat. Es liegt in der Nähe der gleichnamigen Manufaktur und zeigt auf etwa 900 Quadratmetern Glasarbeiten von Lalique.
Nach dem spektakulären Einbruch in den Pariser Louvre im Oktober 2025 galt das Lalique-Museum laut Ermittlungsquelle als "sensibler Ort" und wurde besonders überwacht. Es habe Schutzvorkehrungen gegeben, diese seien aber "nicht ausreichend" gewesen.