Ein 33-jähriger Niederösterreicher überholte wie jetzt bekannt wurde bereits am Dienstagabend in Wien-Liesing rechtswidrig ein Fahrzeug. Eine Streifenwagenbesatzung der Wiener Polizei versuchte ihn daraufhin zu einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle anzuhalten. Doch der Mann hatte nicht vor sich erwischen zu lassen. Stattdessen stieg er auf das Gaspedal seines weißen VW Tiguans und versuchte zu flüchten. Die Polizei nahm daraufhin sofort die Verfolgung auf.
Wie Polizeisprecherin Barbara Gass gegenüber "Heute" bestätigte, ignorierte der SUV-Lenker jegliche Anhaltezeichen (Lichtzeichen, Folgetonhorn und Handzeichen). "Der Angezeigte beschleunigte sein Fahrzeug und versuchte sich der Anhaltung zu entziehen. Daraus entstand eine mehrminütige Verfolgungsfahrt durch den 23. und 10. Wiener Gemeindebezirk", so Gass im "Heute"-Talk.
Während seines Fluchtversuches zog der 33-Jährige eine Schneise der Verwüstung. Laut Polizei verursachte der VW-Lenker zahlreiche Verwaltungsübertretungen, wobei er gleich drei Verkehrsunfälle verursachte: Insgesamt sechs fremde Fahrzeuge wurden dabei beschädigt. Beim zweiten Crash riss er sich sogar eines seiner Vorderräder aus der Karosserie – blieb allerdings vorerst auf dem Gas stehen. Als er schließlich realisierte, dass das Lenken seines Tiguans nicht mehr möglich war, bremste er den SUV derartig ab, dass er einen dritten Unfall verursachte.
In weiterer Folge kam das Auto in der Neusetzgasse zum Stillstand, daraufhin setzte der Lenker seine Flucht zu Fuß fort. "Die Polizisten konnten ihn nach einigen Metern aber am Reumannplatz anhalten. Er muss mit mehreren verwaltungsrechtlichen Anzeigen rechnen", bestätigt Polizeisprecherin Gass gegenüber "Heute". Derzeit ist noch unklar, warum der 33-Jährige vor den Beamten um jeden Preis flüchten wollte. Er machte ersten Erkenntnissen zufolge keinerlei Angaben zu seinen Motiven – die Ermittlungen laufen.