Marie-Christine Giuliani rechnet mit den Corona-Ausgangsbeschränkungen der Regierung ab. Die TV-Lady außer Dienst ist der Meinung: "Der Tod ist uns gewiss. Ich würde lieber in Freiheit sterben dürfen."
Bingo – oder voll daneben? "Liebe Leute, uns wird gerade unsere Freiheit genommen", mit diesen Worten geigt Marie-Christine Giuliani ihr besorgtes Facebook-Posting ein. Die ehemalige Radio- und Fernsehmoderatorin ("Bingo"), die nun als Psychotherapeutin und Life Coach in Döbling arbeitet, rechnete am Mittwoch mit den harten Maßnahmen der Regierung ab. "Es sterben Jahr für Jahr tausende Menschen an Grippe und allem möglichen, das wisst ihr doch! Das hat bisher niemanden dazu bewogen, uns einzusperren!", schreibt die 55-Jährige.
"Nicht egal, dass Menschen sterben"
Giuliani, die seit dem TV-Aus von "Bingo" im Vorjahr nicht mehr am Bildschirm präsent ist, findet die Beschränkungen überschießend: "Ich möchte damit in keinem Fall sagen, dass es egal ist, dass Menschen an Corona sterben, nur sind es so wenige, dass die Maßnahmen, die hier gesetzt werden, um alte Menschen und andere, die ein schwaches Immunsystem haben, zu schützen, nicht verhältnismäßig sind." Sie würde nur gefährdete Menschen isolieren: "Wenn das die Risikogruppen sind, wieso werden dann nicht nur diese vulnerablen Gruppen in Quarantäne geschickt, sonder alle?" Nachsatz: "Mit der Quarantäne für alle, kommt ALLES zum Erliegen!"
"Sterben an Armut"
Sie spricht also auf das wirtschaftliche K. o. an. Nach der Quarantäne, ist Giuliani sicher, werde es die meisten Unternehmen nicht mehr geben. "Es wird keine Arbeitsplätze geben und viele Menschen werden dann daran sterben, dass ihr gesamtes Lebenskonzept nicht mehr existiert und sie vor dem Nichts stehen. Sie sterben an Armut. Wieso wird für Corona all das in Kauf genommen?", fragt sie sich.
"Enkel sind Sinn ihres Lebens"
Auch um die Psyche der älteren Generation sorgt sich Giuliani: "Was ist mit alten Menschen, die nun sterben müssen – nicht in den Armen ihrer Kinder und Kindeskinder? Ich denke nicht, dass sich Großeltern wünschen, ihre Enkelkinder nicht mehr zu sehen. Sie sind der Sinn ihres Lebens! Was für ein Leben soll das sein? Wem nützt das alles?"
"Lieber in Freiheit sterben"
Letztlich fangen sich dann auch noch Medien ("zu einem Verlautbarungsorgan verkommen") den Groll der wütenden Prominenten ein. Sie ist nämlich davon überzeugt, dass "die Bespitzelung ja schon begonnen" habe: "Manche posten, wo andere junge Leute feiern! Furchtbar!", moniert sie sarkastisch.
Dabei wäre es laut Giuliani nun wichtig, sich aufzulehnen: "Die Menschen gehen aufeinander los, anstatt sich zusammenzutun und ihre Freiheit zu verteidigen. Wir können den Tod doch gar nicht aufhalten, er ist für uns alle gewiss, ich würde lieber in Freiheit sterben dürfen."
Das komplette Posting im Wortlaut:
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