Kurz vor dem Start der Salzburger Festspiele sorgt eine Personalentscheidung für Aufsehen: Der langjährige künstlerische Leiter Markus Hinterhäuser ist mit sofortiger Wirkung nicht mehr im Amt. Das berichtet die "Kronen Zeitung".
Dem Schritt gingen offenbar intensive Gespräche voraus. Zwischen dem Festspielkuratorium unter Vorsitz von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Hinterhäuser hatte es bereits länger gekriselt. Nun wurde die Zusammenarbeit abrupt beendet.
Die Einigung erfolgte laut "Krone"-Informationen im Zuge vertraulicher Verhandlungen zwischen den Anwälten beider Seiten. Über die genauen Hintergründe sowie mögliche finanzielle Vereinbarungen wurde Stillschweigen vereinbart.
Welche konkreten Gründe zur Trennung führten, bleibt damit offen. Zuletzt war jedoch immer wieder über Spannungen rund um vertragliche Vereinbarungen spekuliert worden.
Für die Festspiele kommt der Abgang zu einem heiklen Zeitpunkt: Nur dreieinhalb Monate vor Beginn fehlt nun die künstlerische Leitung. Das Programm für heuer steht allerdings bereits seit Längerem fest, auch die Planungen für 2027 sollen weit fortgeschritten sein.
Übergangsweise übernehmen Präsidentin Kristina Hammer und der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz die Führung. Parallel dazu laufen bereits Gespräche über eine interimistische Lösung. Auch eine Neuausschreibung der Spitzenposten steht bevor.