Wien

Masken-Strafen – so viel wurde in den Öffis kassiert

Ab 1. März endet nach drei Jahren auch die FFP2-Maskenpflicht in Wien, darunter auch in den Öffis. Die Wiener Linien ziehen nun Bilanz. 

Heute Redaktion
Aus für die Maskenpflicht in der U-Bahn und die damit verbundenen Kontrollen
Aus für die Maskenpflicht in der U-Bahn und die damit verbundenen Kontrollen
Sabine Hertel

Drei Jahre galt die Maskenpflicht aufgrund der Wiener Verordnung. Mit Ende der Maskenpflicht werden auch die Absperrbänder in Bussen und Straßenbahnen entfernt, die vorderste Tür kann zukünftig wieder benutzt werden. 

28.000 Strafen für Masken-Verweigerer

Die Maskenpflicht wurde bis zum Auslaufen der Verordnung kontrolliert. Mehrere tausend Fahrgäste pro Woche ohne Maske wurden angesprochen. Die Strafe für das Nicht-Tragen der Maske betrug 50 Euro. Von April 2020 bis Ende Februar 2023 wurden rund 28.000 Strafen aufgrund fehlender FFP2-Masken ausgestellt. Das summiert sich auf 1,4 Millionen Euro, die durch nicht-Maskenträger eingenommen wurden.

Ein Drittel der Übergriffe wegen Maskendiskussion

Aufgrund von Corona-Maßnahmen und Maskenpflicht herrschte zum Teil aggressive Stimmung. Diese bekamen auch die Wiener Linien-Mitarbeiter zu spüren. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 207 Übergriffe auf Mitarbeiter registriert. Diese umfassen Beschimpfungen bis zu physischen Übergriffen. 2021 waren etwa 154 Übergriffe, 2020 waren es 172.

Gründe für Angriffe sind unterschiedlich. Rund ein Drittel der Übergriffe werden auf die Diskussion um die Masken zurückgeführt. Andere Gründe sind beispielsweise Einfluss von Alkohol oder Drogen oder auch fehlende Tickets. Die Wiener Linien greifen dabei hart durch. Krankenstände oder Kosten für Einsatzkräfte werden den Tätern in Rechnung gestellt und wenn nötig auch eingeklagt. Kostenpunkt für die Täter: mehrere tausend Euro.

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