Am Dienstag gegen 11.30 Uhr machten viele Wiener im 12. Wiener Bezirk eine unangenehme Begegnung. Eine Frau war gerade mit dem Bus der Linie 7A unterwegs, als sie bei der Haltestelle Wienerbergbrücke die fehlende FFP2-Maske aufmerksam gemacht wurde. Ermahnungen, die Maske zu tragen, endeten in Schimpftiraden der rabiaten Wienerin. Verängstigte Schüler wollten deshalb nicht einsteigen – die Situation eskalierte. Ein Angriff auf die Teenager konnte gerade noch verhindert werden.
Als der Lenker der Buslinie bemerkte, dass die Frau andere Fahrgäste anpöbelte, suchte er das Gespräch mit ihr. Die Aufforderung, die FFP2-Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln einzuhalten, kommentierte die Widerständlerin herablassend mit "Steig in dein Kasterl und fahr". Sie behauptete ebenfalls, dass der Buslenker von ihr lebe und ihm deswegen nichts anderes übrig bliebe, als die Fahrt fortzusetzen.
Der Öffi-Fahrer sah sich gezwungen, mit der Polizei zu drohen. Das beeindruckte die Wienerin jedoch nicht – sie hatte die Maske "eh in der Hand". Der Polizeidrohung entgegnete sie nur: "Na hol sie endlich, du Trottel".
Aus bisher unbekannter Ursache verlor die Maskenrebellin völlig die Kontrolle: Die erboste Frau sprang auf und versuchte auf die Kinder loszugehen. Zwei mutige Wiener bewiesen Zivilcourage und hielten sie gerade noch auf. Einer der beiden sprach auf die Frau ein und bat sie, sich zu beruhigen.
Glücklicherweise wurde bei dem versuchten Angriff niemand ernsthaft verletzt. Die Fahrgäste in Meidling kamen allesamt mit einem Schrecken davon.