Doppelstockerl in Rot-Weiß-Rot! "Do is er wieder!", schrie sich Manuel Feller nach seiner Zielankunft im zweiten Durchgang den Frust des vergangenen Jahres von der Seele. Der 28-Jährige hat sich endgültig von seinen beiden Bandscheibenvorfällen zurückgekämpft und zeigte am Montag im ersten Slalom der Saison groß auf.
Feller raste von Platz elf im zweiten Durchgang auf den zweiten Rang. Sein Kollege Marco Schwarz wurde hinter ihm Dritter. Auf die Siegesfahrt des Schweizers Ramon Zenhäusern fehlten den beiden nur acht und zwölft Hundertstelsekunden.
Wie viel Feller sein zweiter Platz nach der langen Leidenszeit bedeutet, zeigte er beim Interview im Zielraum. Der Tiroler kämpfte mit den Tränen, sagte: "Unglaublich. Eine Genugtuung. Ich wäre auch mit dem fünften, vierten Platz happy gewesen. Jetzt ist das fast nicht zu beschreiben. Wahrscheinlich der emotionalste Moment in meiner Karriere."
Feller weiter: "Vor allem die letzte Saison war unglaublich anstrengend, unglaublich schmerzhaft. Der ganze Sommer war zach, mit Schmerzen. Eine Genugtuung. Danke an alle Betreuer, Physios, die Freundin, Family und auch meine Fans."
Auch Schwarz zeigte sich in seinem ersten Slalom nach der Kreuzbandriss-Pause erleichtert: "Brutal cool. Ich habe gewusst, ich bin gut drauf. Im ersten Slalom gleich mit dem Manuel auf dem Podest – ein Weihnachtsgeschenk. Zwei Podiums im Team zu haben gibt dem ganzen Team Aufschwung. Dass wir es alle draufhaben, wissen wir."
Michael Matt hatte nach dem ersten Durchgang noch auf dem dritten Platz gelegen. Er wurde nach einem verpatzten zweiten Lauf unter schwierigen Pistenverhältnissen 15. "Ja bist du deppert", schnaufte er nach dem Blick auf die Anzeigetafel ins TV-Mikrofon. Der Südtiroler Alex Vinatzer tat sich wie Schwarz mit dem weicheren Schnee schwer, fiel nach seiner Halbzeitführung hinter die beiden Österreicher auf Rang vier zurück.
ÖSV-Techniker Adrian Pertl (+0,90 Sekunden) wurde vor Matt 14. (+0,96). Fabio Gstrein (+1,20) belegte vor Christian Hirschbühl (+1,20) Platz 21.
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