Neuer DFB-Coach

Matthäus hat schon jetzt Warnung für Klopp

Seit Freitagvormittag ist fix, was ohnehin schon klar war: Jürgen Klopp ist deutscher Teamchef. Experte Lothar Matthäus meldete sich nun zu Wort.
Sport Heute
24.07.2026, 18:58
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Die verkorkste WM samt Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay kostete Julian Nagelsmann den Job als deutscher Teamchef. Er trat zurück. Seit Freitag ist nun endgültig klar, dass Kult-Trainer Jürgen Klopp nachfolgt. Der 59-Jährige unterschrieb einen bis zur WM 2030 laufenden Vertrag. Dafür gab Klopp auch seinen Job als "Head of Global Soccer" bei Red Bull auf. Deutschlands Verband spendet dafür eine Million Euro an die Red-Bull-Stiftung "Wings for Life", wird drei Länderspiele in Leipzig austragen. Eine klassische Ablösesumme gibt es nicht.

Am Freitagvormittag präsentierte Deutschlands Verband dann den Star-Trainer als neuen Coach. Und Klopp lieferte in einer gut eine Stunde dauernden Pressekonferenz ein echtes Feuerwerk ab. "Wer Jürgen holt, kriegt ihn", sagte der 59-Jährige. Und er richtete den Medien aus: "An dem Tag, an dem ihr das nicht mehr wollt, bin ich weg. Wenn ihr meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg. Wenn der DFB sagt, so machen wir nicht weiter, bin ich weg." Er habe sich jedenfalls auch bereits 57 Feldspieler angeschaut. In genau zwei Monaten steigt sein erstes Länderspiel, in der Nations League gegen die Niederlande (24. September).

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Matthäus-Warnung an Klopp

Markige Sprüche und teils deutliche Ansagen, die man von Klopp, der als besonders wortgewandt und schlagfertig gilt, durchaus erwarten durfte. Doch in Zukunft muss auch der einstige Erfolgstrainer von Borussia Dortmund und Liverpool liefern. Das hielt zumindest der "Sky"-Experte Lothar Matthäus in seiner Kolumne fest.

"Klopp hat alles gesagt, was man von ihm erwartet hat. Jetzt kommt es darauf an, wie es umgesetzt wird. Trotz seiner Ausstrahlung, seiner Persönlichkeit und seiner Erfolge wird auch er an Ergebnissen gemessen", meinte Deutschlands Fußball-Legende. Für ihn würde jedenfalls sprechen, dass er "20 Jahre älter als Julian Nagelsmann" sei und deshalb "entsprechend mehr Erfahrung" habe. "Die Kommunikation ist Jürgens große Stärke, er sollte im Umgang mit den Spielern das eine oder andere besser machen als sein Vorgänger", meinte Matthäus.

"Auch er darf nur mit elf Mann spielen"

Ehe der 65-Jährige abermals mahnend den Finger hob: "Aber auch er darf nur mit elf Mann spielen, die einen deutschen Pass haben." Vorgänger Nagelsmann habe nicht auf Talente gesetzt, sondern auf Spieler vertraut, die "nicht mehr so performt haben, aber die bei ihm ein gewisses Standing hatten", meinte Matthäus. "Natürlich kann Klopp keine neuen Spieler erfinden, aber er wird sich so umschauen, dass er mit seinem Trainerteam alle im Blick hat. Dann wird er versuchen, eine Mannschaft zu formen, die uns wieder dahin führt, wo wir sie erwarten."

"Nagelsmann hat sehr viel zugelassen, das wird Klopp nicht tun. Er hat gesagt, dass er sich auf Fußball konzentriert und nicht auf Dinge, die sein Privatleben betreffen", betonte Matthäus.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.07.2026, 19:21, 24.07.2026, 18:58